Ratgeber: Car-Hifi für Anfänger

Du willst endlich mehr (S)Bass im Auto? Dann bist Du hier richtig! Wir erklären Dir, wie Du auch als Einsteiger schnell und preiswert zu einer “Anlage” mit Druck kommst. Welche Komponenten brauchst Du? Welche sind ihr Geld auch wirklich wert? Kann ich einfach ein Komplett-Set kaufen? Worauf musst Du bei der Auswahl der einzelnen Komponenten achten? Wie verbaut man all die Geräte und stellt sie richtig ein? Fragen über Fragen – auf die Du hier Antworten und zusätzliche Informationen findest!

Der Workshop auf den folgenden Seiten (siehe Navigation oben) richtet sich vornehmlich an ambitionierte Neueinsteiger, die sich ein Basis-Wissen zum Thema Car-Hifi / Auto-Hifi aneignen wollen, bevor sie mit dem Aufbau bzw. Einbau ihrer “Anlage” beginnen. Das Kompendium ist zwar recht ausführlich, berücksichtigt aber lange nicht alle Faktoren, die zum Aufbau einer hochwertigen Referenz-Anlage notwendig sind. Auch erhebt es keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für ambitionierte Neueinsteiger reichen die hier aufgeführte Grundlagen jedoch in der Regel, um im Ergebnis ein zufriedenes Lächeln auf sein und die Gesichter seiner Mitreisenden zu zaubern. Nimm Dir also unbedingt die Zeit, diesen Ratgeber aufmerksam zu lesen!
Dir werden sich auf den folgenden Seiten (siehe Navigation oben) sicherlich viele Fragen beantworten und Du wirst aller Wahrscheinlichkeit nach auch den ein oder anderen ärgerlichen Fehlkauf vermeiden können! Doch genug der Vorrede…Los geht’s mit ein Wenig unverzichtbarem Basis-Wissen!

Zuersteinmal vergessen wir bitte das Standartprozedere! Nicht einfach zum nächsten “Elektronikfachmarkt” laufen und für angebliche Schnäppchenpreise die als ach so toll angepriesenen Geräte kaufen. Auch in Online-Auktionshäusern wird man mehr als schnell übers Ohr gehauen. Mit den dort oftmals zu Dumpingpreisen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen angepriesenen Produkten wird man kaum auf Dauer glücklich und zahlt im Endeffekt Lehrgeld, wenn man sich später etwas Vernünftiges nachkauft, anstatt sein Geld gleich sinnvoll zu investieren. Man sollte ruhig mal beim Fachhändler um die Ecke reinschauen – es könnte sich lohnen… und wenn es nur zur Meinungsbildung ist.

Merken: Die klassischen Discounter und Kaffee- oder Lebensmittelhändler sind eine günstige Alternative, was Fernseher, Computer oder Küchengeräte angeht. Im Car-Hifi stellen sie jedoch in der Regel eher den Bodensatz dar! Und von Fabrikaten mit Watt-Angaben im tausender Bereich (wie man sie oftmals in den Angeboten von Online-Auktionshäusern findet) im Schülerbüdget sollte man sowieso die Finger lassen (siehe auch “Endstufe”).
In einem Wort: Elektroschrott!  Auch die in Anfängerkreisen so beliebten und aus der Elektrofachmarktwerbung bekannten Marken bieten zwar etwas mehr als die vermeintlichen Schnäppchen aus dem Online-Auktionshaus- sind ihr Geld aber lange nicht unbedingt wert (mal abgesehen von der oberen Preisregion vielleicht).
Also: Lieber einmal etwas mehr investieren oder Stück für Stück ausbauen, als 2-3 Billig-Komponenten-Generationen vor etwas Ordentlichem zu kaufen und draufzahlen, bis man zufrieden ist. “Wer billig kauft, kauft zweimal!“, hört man des Öfteren in der Szene. Oftmals von Leuten, die Ihr Lehrgeld schon bezahlt haben…

Watt sind nicht gleich Watt! Man unterscheidet zwischen den Wertebereichen Musik, Peak, Sinus und RMS. Sowohl Musik- als auch Peak-Leistung schaut man am besten gar nicht erst an. Erstens wird bei diesen Angaben meist schamlos übertrieben (auch seitens der Hersteller) und zweitens sind Peak-Angaben eh absolut nicht praxistauglich. Der Einfachheit aber, läßt sich sagen, daß Sinus- und RMS-Werte meist in etwa gleich sind. Und genau diese – und nur diese – Werte interessieren uns.

Ein weiterer verbreiteter Denkfehler: “Viel hilft viel”. Völliger Blödsinn! Lieber wenige, ausgesuchte und leistungsfähige Komponenten, als eine bunt zusammengewürfelte Ansammlung von minderwertigen Gerätschaften, die sich eigentlich nur gegenseitig negativ beeinflussen! Jedes Team ist nur so gut, wie sein schwächstes Mitglied – insofern will jede einzelne Komponente unserer Hifi-Installation wohlbedacht unseren persönlichen Anforderungen sowie ihrem Gegenwert und unserem Geldbeutel entsprechend gewählt sein.

Auch die mit Lautsprechern zugeknallte Hutablage (oder noch schlimmer: ein “Soundboard” aus Holz) mag zwar viele Amateure begeistern, ist jedoch nicht unbedingt so wertig, wie es den Anschein hat und birgt nebenbei ein fatal hohes Unfallrisiko! Hier besteht absolute Lebensgefahr!!!
Denn leider sind Hutablagen, bzw. deren Halterungen, nicht für ein solches Gewicht gedacht und es gab schon dutzende Fälle, in denen die Fahrzeuginsassen bei einem Unfall von einem solchen Konstrukt halb geköpft wurden bzw. einen Genickbruch erlitten: Immerhin erreichen unzureichend befestigte Gegenstände (auch auf der Hutablage rumliegende) bei einem Frontalcrash von 50Kmh auf Null rund das 25fache ihres eigentlichen Gewichtes! Sicher mal im Schulunterricht etwas von der “Trägheit der Masse” gehört, oder?

Weniger ist tatsächlich mehr! Als effizient hat sich eine Konfiguration aus einer wertigen Headunit (umgsp. Radio), einem guten Frontsystem (siehe unten), optional einem günstigen (aber passenden) Hecksystem (wobei Klangfetischisten selbst hierauf verzichten), einer potenten Endstufe und einem Subwoofer ergeben.  Im Folgenden werde ich auf jede dieser Komponenten weiter eingehen.
Natürlich ist auch hier immer das Ziel im Auge zu behalten. Je nach präferierter Musikrichtung und Anspruch fällt die Wahl der Komponenten anders aus.  Wer keine Lust hat, selbst einzubauen, sich mit dem Thema großartig auseinanderzusetzen und das nötige Kleingeld mitbringt, sollte einen Fachhändler (auch hier: Ein Großmarkt ist kein Fachhändler!) aufsuchen und diesen mit der Konzeption bzw. dem Einbau beauftragen. Ein guter Fachhändler holt aus dem Budget auch das beste raus und versucht nicht, einem um jeden Preis irgendwelchen Müll aufzuschwatzen. Daher macht es Sinn, trotzdem in den einzelnen Rubriken am oberen Seitenrand weiterzulesen, um sich wenigstens ein Minimum an Wissen anzueignen und nicht auf ein schwarzes Schaf hereinzufallen. Es lohnt sich – versprochen! ;)

Und wenn alles geklappt hat, steht dem ungetrübten Musikgenuß im Auto nichts mehr im Wege. Hierbei wünsche ich viel Spaß. Ich hoffe, ich kann Euch ein wenig helfen, Eure Pläne zu verwirklichen. Und immer dran denken: Wer aufdreht, sollte die Augen doppelt offen halten, denn selbst eine Feuerwehrsirene kann schonmal im Klangbild untergehen!

Hast Du was gelernt? Neue Ideen gesammelt? Hat Dir der Workshop gefallen? Dann verbreite den Link zu www.booyaboo.de einfach in Foren, like uns bei Facebook, erzähle davon bei Twitter oder am Stammtisch! Vielen Dank und weiterhin viel (S)Bass und Erfolg am bzw. beim Basteln!

>>> Weiterlesen beim Thema “Headunit / Autoradio” >>>

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