Ausgepoppt!

Der BOOYABOO.DE-Bastel-Tip:
Wer ab und zu Stimm-Aufnahmen (sei es nun im Rahmen des Podcastings oder für Gesangsaufnahmen) macht, kennt das Problem: Ein Pusten und vor allem T- und P-Laute verursachen unter Umständen unschöne Störgeräusche in der Aufnahme. In Studios oder sonstigen (semi-)professionellen Einrichtungen verwendet man zur Vermeidung eben dieser Effekte sogenannte Plop- oder Popfilter, auch Plopp- oder Poppschutz genannt.

Eben diese recht einfachen Konstruktionen sind im Fachhandel bereits ab 15-20€ erhältlich, lassen sich aber ebenso ganz einfach selbst herstellen. Alles, was man dazu benötigt findet sich in den meisten Haushalten als Abfallprodukt – also zum Nulltarif!
Zunächst bedarf es eines Rahmens. Hierfür eignet sich theoretisch sogar ein älterer Bilderrahmen, viel besser jedoch der Boden einer CD-Spindel. Aus diesem lässt sich mit ein wenig handwerklichem Geschick das Innere heraustrennen, so dass ein symmetrischer Ring entsteht, welcher das ideale Grundgerüst für das Bauvorhaben darstellt. Alternativ bekommt man im Bastelladen um die Ecke Stickrahmen, sowie Metall- oder Holzringe (Taschengriffe aus Bambus) für kleines Geld.
Als nächstes klaut man sich von Mama, der Schwester, oder (s)einer Freundin eine (ggf. laufmaschige) Feinstrumpfhose und zieht diese über den Ring, verknotet oder fixiert sie sonstwie et voilá: Ein Selfmade-Popkiller.
Schlussendlich bedarf es nur noch eines stabilen Drahtes oder, so vorhanden, eines kurzen Schwanenhalses, um die Konstruktion amtlich am Stativ oder sonstwo unmittelbar vorm Mikrofon zu befestigen (Klebeband, Schellen, o.ä.). Das Ganze kann dann so oder ähnlich wie auf dem nebenstehenden Foto aussehen.

Fazit: Ich hab zwar keinen qualitativen Vergleich zur Kaufvariante – aber soviel kann ich sagen: Es funktioniert erstaunlich gut ;)

04. März 2008 von Neri
Kategorien: Podcast | 11 Kommentare

Kommentare (11)

  1. Das wird ja richtig gehend professionell mit deinem Podcast :mrgreen: Hast Blug geleckt, wah?

    PS: “symmetrischer” Ring!?! Mir sind noch keine anderen untergekommen!

  2. Zu Feinstrumpfhosen fällt mir nur ein Witz ein. Kann man den denn mit anbauen an den Popfilter?

    Er: “Hätte ich gewusst, dass du noch Jungfrau bist, hätte ich mir Zeit gelassen.”

    Sie: “Wenn ich gewusst hätte, dass du es so eilig hast, hätte ich mir die Strumpfhose ausgezogen.”

    Und wie bekomme ich einen Plopschutz bei meinem Mini-Ansteck-Micro hin?

  3. Auch für Ansteckmikrofone gibt es Popschutzkappen, die man aber nicht brauch, wenn man nicht gerade bei Wind einen Podcast aufzeichnet, da man ja nie direkt in das Mikrofon spricht, wodurch der Atem hier keinen “Pop” verursacht. Größeres Problem bei diesen Dingern, ist das Rascheln der Kleidung.

  4. Welche Art von Mikrofon im Low-Budget-Bereich eignen sich denn für Podcastaufnahmen? Ich habe hier ein 7-Euro-Gerät, das aber irgendwie mächtig rauscht (was aber auch die onBoard-Soundkarte verursachen könnte).

  5. @JuliaL49: Was hab ich nicht für aufmerksame Leser :) Danke auch für den versteckten Rechtschreib-Hinweis – hab beides mal korrigiert…

    @Frank: Da ist sie wieder, die Aura :twisted: Wenn Du das Ansteckmikro seinem Verwendungszweck entsprechend nutzt, brauchtse wirklich keinen Popschutz. Kommt ja kein Wind ran…
    Sprichst Du allerdings direkt rein, eignet sich eine irgendwie baulich angepasste Konstruktion… magste nochn Stück Strumpfhose haben? :)

    @Harty: HA! Nu mal Butter bei die Fische – was weißtn Du alles zudem Thema? Und woher? Messungen im PKW durchgeführt? Und wieso erfahr ich das erst jetzt? Na los… tu’ was für Deine Postkarte :cool:

    @Hansi: Was würdest Du denn ausgeben wollen?

  6. Cool, cool so hab ich meinen Ersten in der Art auch gemacht. Hmmm. Du warst jedoch beim Bateln noch ideenreicher als ich seiner Zeit…. :grin:

  7. Das ist leicht erklärt. Ich bin Elektroniker und hatte meine Ausbildung in einem Unternehme das von sich behauptet, im profesionellen Audiotechnikbereich weltmartführend zu sein (stagetec) . Ob das stimmt weiß ich nicht, aber man bekommt halt doch einiges mit.

  8. Feinstrumpfhosen in Leibsch? Hattet ihr Westbesuch? :mrgreen:

  9. Ausgeben?
    Naturgemäß: So wenig wie möglich.
    In Anbetracht der Gelegenheitsaufnehmerei: vielleicht 30 Euro?

  10. Es gibt noch 2 ebenso nützliche Utensilien, um diesen Effekt zu erzielen:
    1. Diese Spritzschutzfilter für Bratpfannen, ein bisschen gross vielleicht…
    2. Alternativ zur Strumpfhose eignet sich die Gaze, die man als Sonnen- und Insektenschutz in die Fensterrahmen klebt. (Mein Favorit)

  11. @Meiky: Not macht erfinderisch, hm? ;)

    @Harty: Hui… sieht lecker aus. Du kannst nicht zufällig kostenlose Werbe-Exemplare organisieren? :)

    @Flocke: Pssst :cool:

    @hansi: Ganz ehrlich? Für 30 Euro beschaff Dir ein höherklassiges USB_Headset. Hast Du vermutlich mehr von. Und die klingen teilweise sogar überraschend gut! Sicherlich bekommt man dafür auch schon ein einigermassen nutzbares Mikro (ich hab eben diese 30 Euronen ausgegeben und sage mir nun, ich hätte gleich das doppelte investieren sollen), aber damit die Aufnahmen wirklich hochklassiger klingen sollte man z.B. in ein t-bone sc400/450 investieren. Und die kosten nunmal das Doppelte bis dreifache. Klingen aber auch so! Allerdings kommen dann nochmal ein Mischpult mit Phantomspeisung, Stativ, Plopschutz, ggf. Spinne und dergleichen dazu, so dass man schnell bei 150 Euro landet. Und die sollte man wohl erst investieren, wenn man diesem Zeitvertreib auch regelmässig und dauerhaft nachgeht, denke ich.

    @Querdenker: :shock: Ich bin beeindruckt. Sehr kreative und erfolgversprechende Ideen! Dankeschön :!:

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