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Archiv für die Kategorie ‘Man wird ja wohl mal fragen dürfen...’

Das Buch und ich

19. August 2009 Neri 12 Kommentare

Es ist schon komisch. In meinem ganzen Leben habe ich, abgesehen von der im Rahmen des Studiums obligatorischen Fachliteratur, freiwillig nur eine mehr als überschaubare Anzahl an Büchern gelesen. Nicht, dass ich mich nicht für Literatur interessieren würde – ich wandle regelmäßig durch die Regale der örtlichen Buchstaben-Händler und begutachte mit Interesse die Auslagen. Und ab und zu schafft es auch mal ein Titel über die Kassenzone. Letzlich  bleiben wir (das Buch und ich) aber meistens dann doch mitten auf dem gemeinsamen Weg liegen. Und das nichteinmal, weil die Texte arg langweilig wären – im Gegenteil. Es ist vielmehr eine gewisse Trägheit, die mich beim Lesen überkommt und zum Coitus interruptus vorzeitigen Abbruch der Lektüre führt. Ich werde einfach müde und empfinde das Lesen als anstrengend. Meist mangelt es mir auch schlichtweg an der inneren Ruhe, mich auf ein längerfristiges Leseabenteuer einzulassen.
Nein, mit den Augen hat das auch nichts zu tun – der  Mann von heute verfügt ja über individuell angepasste Sehhilfen. Und der Wille Wunsch ist eigentlich auch da: Ich bewundere “Leseratten”. Und ich überlege oft, wie schön es wäre, sich irgendwo gemütlich niederzulassen und einfach in die Welt in seinen Händen einzutauchen… nur wird quasi nie was draus. Und das, obwohl ich einst in der Grundschule sogar vor einem erlesenen Publikum den zweiten Platz beim (Vor-)Lesewettberwerb errang und in den Anfängen meiner Lesefähigkeit das ein oder andere Kinderbuch mehrmals hintereinander verschlang. Irgendwie liegt doch da die Vermutung nahe, dass die Schule da mittels ihrer Zwangslesungen absolut überflüssiger Titel irgendwas in mir nachhaltig geschädigt hat, oder?
Jedenfalls find ich es schade – es stört mich. Und deshalb auch die Frage an Euch:
Wie lest Ihr? Und was würdet Ihr mir raten, um eine vielleicht latent vorhandene Leseleidenschaft wieder zu erwecken?

VerBindungsängste

4. August 2009 Neri 2 Kommentare

Alle Jahre wieder stellt sich die Frage nach einem neuen Handy. Und so zufrieden ich vom Leistungsspektrum meines XDA Orbit (aka HTC Artemis oder MDA Compact III) war, so sehr nervte mich auch die… nunja, sagen wir mal mangelhafte Verständlichkeit (meinem  ganz persönlichem  Empfinden nach zumindest – vielleicht isses ja auch ein Montagsgerät).
Bis auf einen kurzen Ausrutscher war ich bis vor  4 Jahren treuer Nokia-Benutzer –  und eigentlich auch immer zufrieden. Nun bot eben dieser Hersteller aber Anfang des Jahrtausends eben noch keine PDA-ähnlichen Geräte an – erst recht keine mit integriertem GPS-Empfänger und meinem geliebten TomTom an Bord.
So fiel meine Wahl vor rund 2 Jahren dann eben auf oben genanntes Gerät – welches nun einen würdigen Nachfolger bekommen soll. Nun könnte man meinen, eines der Folgemodelle wäre sicherlich keine schlechte Idee… andererseits bin ich aber auch echt geschädigt, was die Sprachqualität meines jetzigen Gerätes angeht. Und sein wir mal ehrlich: Wozu ist denn so ein Handy da? Sollte es mir da nicht auch möglich sein, auch auf einer befahrenen Straßenkreuzung mit sich unmittelbar in der Umgebung unterhaltenden Passanten meinen Gesprächspartner anstrengungslos zu verstehen?

Was das Navigations-Problematik angeht, bin ich kurz davor, schlichtweg mal eine aktuelle Karte fürs alte Klingelding runterzuladen und das Merkmal kurzerhand aus der Anforderungsliste meines  neuen Handies zu streichen. Neuerdings gibts als Gratis-Zugabe zum Gerät eh nur noch die TomTom-Software und eine Karte für eine deutsche Stadt… und ich hab eigentlich keine Lust zum Preis fürs Endgerät nochmal Geld für Europakarten aufn Tisch zu packen, obwohl die Software mitgeliefert wird. Hat irgendwie was von Mogelpackung. Prinzipiensache. #Fail
Ganz wichtich: Ich hab die Schn Nase voll von reinem Touchscreen… ich will wieder ne Tastatur! Idealerweise QWERTZ. Und diese Ausklapp-/Schiebe-Lösungen find ich irgendwie… naja… unsexy. Und sicherlich auch nicht einhändig und blind betippbar.

Kommen wir zum Punkt: Hat jemand Erfahrungen mit neueren HTC-Geräten und deren Sprachqualität? Oder spielt jemand schon mit diesen schicken Blackberry-Dingern? Obama hatte grad keine Zeit fürn kurzen Techtalk. Deswegen frag ich Euch…
Mein aktueller Favorit ist ja das Bold - aber so’n Ding macht ja auch eigentlich nur wirklich mit Online-Vertrag Sinn. Und den gibt’s ja auch nich umsonst… wenngleich O2 ja grad zumindest die sog. BB-Option für Studenten kostenlos anbietet. ‘N bissl verguckt hab ich mich da schon.

Apropos O2 – ja, dem Laden bleib ich treu… insofern brauch’ma über irgend’n Apple-Gerät garnich philosophieren – zumals das eh keine Studenten-Budget-kompatible Lösung ist. Ansonsten dürft Ihr jetzt aber loslegen. Ich bin fertig mit meinem unstrukturierten Monolog ;)

Übereifrige Blitzampel

22. Juli 2009 Neri 6 Kommentare

Da fahr ich gestern frohen Mutes und mit wachsender Gelöstheit in Folge des just zu Ende gegangenen Prüfungszeitraumes gen Heimat und überquere dabei eine Kreuzung. Passiert. Unweigerlich. Was mich jedoch mit Irritiertheit und akuter Mydriasis zurückließ, war das rötliche Blitzen einer sog. stationären “Rotlichtüberwachung”  , das mir und meinem Hintermann verdeutlichte, dass wir soeben in die engere Auswahl für das Cover der diesmonatigen Gewerkschaftszeitung des Verbands deutscher Verkehrshüter aufgenommen wurden….
Dumm nur, dass ich  die Kreuzung bei grüner Lichtzeichenanlage befahren hatte, der Verkehr sich jedoch spontan bis auf die Kreuzung zurückstaute. Glücklicherweise hatte ich eine “unabhängige”  Beifahrerin, welche eben diesen Sachverhalt zu bestätige vermag. Darüber  hinaus  war mein Hintermann  (laut eigener Aussage ebenfalls unschuldig) so weitsichtig, auszusteigen und mir seine Visitenkarte für den etwaigen Fall einer gegenseitig benötigten Zeugenaussage in die Hand zu drücken.

Wobei, wenn ich das hier so überfliege, muß ICH mir ja in Ermangelung einer zweiten Aufnahme eh keine Sorgen machen, oder? Fragt sich nur, warum das Ding dann trotzdem blitzt? Ist mein Hintermann vielleicht noch bei rot rüber und die Anlage hat mich als ihn fehlinterpretiert? Aber dann hätte sie ihn ja nicht nochmal geblitzt, oder?

Kennt sich da wer aus?

Das Netz – Hauptquartier des Bösen?

6. Juli 2009 Neri 9 Kommentare

[Inspirert durch diesen Artikel in der Süddeutschen Zeitung]

Ich kann es echt nicht mehr hören, mit welch populistischer  Ignoranz in der Politik mit Medien umgegangen wird.
Dass  das deutsche TV-Programm schon seit längerem havariert ist, ist kein Geheimnis – aber man hat sich damit abgefunden. “Unterschichtfernsehen” ist absolut gesellschaftsfähig, da kann sich Reich-Ranicki noch so energisch echauffieren… die Majorität der Bevölkerung leidet da quasi unter einer Art Stockholm-Syndrom.
Wie in Zeiten des Wahlkampfes jedoch nun  aber das Internet, ein noch verhältnismäßig junges  Medium mit  fast unendlichem, positiv nutzbarem  Potential,  öffentlichkeitswirksam anhand seiner Defizite und  der Möglichkeit des Mißbrauchs durch Randgruppen definiert und somit in seiner Entwicklung und gesellschaftlichen Integration  nachhaltig behindert   bzw. geschädigt wird, kann einem als internetaffinem Menschen schon das Mittagessen  retrograd durch Hals treiben.

Die implizite Kernaussage (inklusive Generalverdacht): “Internetnutzer sind realitätsverlustige, pädophile Urheberrechtsverletzer, die dem Steuerzahler aufgrund ihrer mangelhaften Teilnahme am Kollektiv auf der Tasche liegen.”
Sinngemäß propagieren immer mehr Vertreter derjenigen Parteien, die aufgrund ihres radikal-konservativen Starrsinns zunehmend massive Einbußen in ihren Wählerzahlen zu verzeichnen haben, solche Stereotype.  Gepaart mit offensichtlich  absolut mangelnder Fachkenntnis (so man denn keine böse Absicht unterstellen will) lassen sich solche  Behauptungen auch wunderbar wirksam  zur Köderung thematisch unbedarfter  oder    verunsicherter potentieller Wähler mißbrauchen.
Da kümmern auch all die kritischen Stimmen aus den Reihen der Eingeborenen und Einheimischen des World Wide Web wenig…

Bleibt nur zu hoffen, dass die wachsenden Wählergenerationen, die mit dieser Technik aufgewachsen sind und seine Möglichkeiten (im Gegensatz  zu manch  amtierenden oder designierten Machthabern) erkannt haben, dies auch mittels ihrer Stimme bei den kommenden Wahlen zum Ausdruck bringen und ein Zeichen dafür setzen, dass die Probleme im oder mit dem Netz nicht aus diesem selbst, sondern aus dem verantwortungsvollen Umgang mit diesem und seiner heranwachsenden Nutzerschaft entstehen.
Metalmusik konsumierende Amokläufer, pädophile Triebtäter und Onlinespiel-süchtige Raubkopierer werden nicht als solche geboren. Und sie entstehen auch nicht einfach so durch den bloßen Kontakt mit dem Internet… es sei denn, man lässt sie in Ihrer Entwicklung allein und  versäumt es, Ihnen Wertvorstellungen zu vermitteln und ihnen eine Zukunftsperspektive in der realen Welt zu bieten.

Dieses Land hat wirklich andere Probleme… oder?

Geschmackssache 2

30. April 2009 Neri 7 Kommentare

Kaffee oder Tee?

Geschmackssache 1

23. April 2009 Neri 8 Kommentare

Kartoffeln oder Reis?

Wohin mit dem Alten?

28. Januar 2009 Neri 5 Kommentare

Wie Ecki geht es sicherlich vielen – auch Eurem Lieblingsblogger:
Da häufen sich in all den Jahren der digitalen Tobsucht doch so einige alte Komponenten alter Rechnersysteme an, die neuen, aufsehenerregenden und  schnelleren Teilen weichen mussten. Aufgehoben hat man sie trotzdem – weil man ja vielleicht nochmal was davon gebrauchen könnte. Oder so.
So stehen auch in der BOOYABOO.DE-Redaktion noch drei Röhrenmonitore, zwei mehr oder weniger komplette Systeme der vorletzten Generation und diverse Einzelteile herum. Die Frage ist nur, was man damit anstellt?

Eine Lösung ist sicherlich die Abgabe bei einem   Abfallwirtschaftsbetrieb oder der lokalen Sammelstelle (nein, nicht die gelbe Tonne!), von wo aus die Geräte dann  einer fachgerechten Entsorgung zugeführt werden sollten.
Sollten… denn oftmals werden die Komponenten schlichtweg auf einem Containerschiff in die dritte Welt verschifft und die Entsorgungsprämie trotzdem abgerechnet. Am Zielort türmen sich dann Berge von Elektroschrott, der von Einheimischen in der Hoffnung, enthaltene Metalle verkaufen zu können, verbrannt werden. Neben den dabei auftretenden toxischen Gasen lagern sich dann auch noch ein Haufen Schwermetalle im Boden ab, welche Flora, Fauna und die dort lebenden Menschen auf Jahrzehnte vergiften.
Aber was bleibt einem, als zu vertrauen, daß schon alles seinen geregelten Gang gehen wird?

Oder kennt Ihr gemeinnützige Institutionen, die vielleicht noch Interesse an solchen Altgeräten hätten? Oftmals sind diese ja durchaus noch nutzbar und gut in Schuss…

Expertenfrage

20. Januar 2009 Neri 16 Kommentare

Ist hier jemand mathematisch begabt? Oder mit einem in derartige Unwegsamkeiten des Wissens vordringenden Allgemeinwissen ausgestattet? Die folgende Frage konnten mir bislang weder Leute mit Mathe-Abi, noch ein diplomierter Ingenieur (für mich) befriedigend beantworten:

funktioBei A handelt sich um ein “exponentielles Wachstum”.  

Die Funktion B verläuft “sigmoidal”.  

Gibt es für C auch einen knackigen Begriff auf “Schlau”?

Freunde

19. Januar 2009 Neri 7 Kommentare
  • stehen, ganz nach Bedarf, vor, hinter oder neben einem und treten ggf. auch mal einen Schritt zurück.
  • tragen Entscheidungen mit, auch wenn sie diese vielleicht nicht nachvollziehen können oder sie  ggf. sogar Einbußen für sie selbst  bedeuten.
  • sagen einem nicht nur immer dass, was man hören möchte, sondern auch mal unangenehme Wahrheiten.
  • muss man nicht unbedingt häufig sehen – Qualität zählt bedeutend mehr denn Quantität!
  • können einander vertrauen   – und auf einander. Notfalls auch, ohne Fragen zu stellen.
  • gehen immer wieder ein Stück aufeinander zu und sind bereit, sich zu öffnen.
  • freuen sich aufrichtig für- und leiden miteinander.

Und weiter?

Kennenlernen

4. Januar 2009 Neri 12 Kommentare

Wo finde ich einen Partner/eine Partnerin?
Ich bin ja gottlob mit dem Kapitel Partnersuche endgültig durch, aber die Thematik begegnet einem ja doch immer wieder. Sei es nun hinsichtlich einer/s einsamen Freundin/es oder in den Medien.
Ich hab da mal ein kurzes Brainstorming gemacht und alle mir spontan einfallenden Lokalitäten aufgelistet:

Diskothek/Konzert - Auch wenn man immer wieder davon liest: Diskotheken sind meiner Ansicht nach mit einer der schlechtesten Orte, um eine(n) Partner zu finden – es sei denn, man sucht  das kurze  Abenteuer für eine Nacht und trifft zufällig auf willige Beute. Mag aber auch sein, dass mein Erfahrungsschatz da einfach zu klein ist. Schließlich hält sich meine Begeisterung für alkoholisiertes Möchtegern-Poser-Gehabe und Tussi-Deluxe-Look gepaart mit Getränkepreisen wie in 5-Sterne-Hotels in äußerst  überschaubaren Grenzen. Zu laut, zu oberflächlich.

Über Freunde - Definitiv  der Königsweg! Unkomplizierte Kontaktaufnahme, meist exisitierende Gesprächsgrundlagen, Profilvervollständigung mittels Freundeskreisbefragung sowie inszenierbare Möglichkeit des “zufälligen” Wiedersehens. As easy as it gets!
Setzt allerdings voraus, dass man sich nicht nur in einer geschlossenen Personengruppe bewegt, in die nur alle Jubeljahre jemand vordringt… sonst geht da garnix.

Arbeitsplatz - Statistisch gesehen die erfolgversprechendste Variante. Kann ich nur bestätigen. Aber Vorsicht! “Never fuck a company member!” heißt es doch – und das zu recht! Geht nämlich zwischenmenschlich irgendwas schief – ganz egal in welchem Stadium – so droht potentiell großes Unheil. Erst recht, wenn dann ein(e) andere(r) Kollege/in eine Rolle spielt. Denn man muß ja wohl oder übel  auch weiterhin miteinander auskommen, da man sich am Arbeitsplatz  schlecht aus dem Weg gehen kann. Nichtsdestotrotz: Die Chancen stehen hier alles andere als schlecht!

Internet - Ich hätte bis vor ein Jahren noch verbittert die These vertreten, dass man übers Netz nicht den Partner fürs Leben findet. “Pure Geldschneiderei – da wird Kasse mit der Verzweiflung der Menschen gemacht!“, habe ich gewettert…
Eben das Leben hat mich aber Lügen gestraft. Immerhin habe ich Madame mehr oder weniger übers Internet kennengelernt (wenn auch im Rahmen gemeinsamer Bekanntschaften). Und auch im Freundeskreis finden sich neben etlichen kurz- bis mittelfristigen  Bekanntschaften auch  so einige  langjährige und überaus glückliche Paare, die sich in den Weiten des Netzes gefunden haben. Einen Versuch ist es also allemal wert – nicht zuletzt, weil es schnell, unkompliziert und zunächst unverbindlich ist. Man hat quasi nicht viel zu verlieren…

Purer Zufall (Supermarkt/Park und ähnliches) - Diesbezüglich kann ich persönlich nur mit einem Erfahrungswert aufwarten – der für mich mit einem schweren Knacks im jugendlichen Selbstbewußtsein endete. Zumindest temporär – denn einige Jahre später war ich schon wieder recht stolz darauf, einstmals  in einem pubertären Anflug von Größenwahn den Mut aufgebracht zu haben, mit einer unglaublich billigen Anmache ein wildfremdes Mädchen in der U-Bahn angequatscht zu haben.
Für eloquente Redner und Selbstdarsteller sicherlich eine mögliche Perspektive – für Smalltalk-talentfreie Figuren wie mich allerdings kaum erfolgsträchtig.

Die Diskussion ist eröffnet ;)

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