Das Buch und ich
Es ist schon komisch. In meinem ganzen Leben habe ich, abgesehen von der im Rahmen des Studiums obligatorischen Fachliteratur, freiwillig nur eine mehr als überschaubare Anzahl an Büchern gelesen. Nicht, dass ich mich nicht für Literatur interessieren würde – ich wandle regelmäßig durch die Regale der örtlichen Buchstaben-Händler und begutachte mit Interesse die Auslagen. Und ab und zu schafft es auch mal ein Titel über die Kassenzone. Letzlich  bleiben wir (das Buch und ich) aber meistens dann doch mitten auf dem gemeinsamen Weg liegen. Und das nichteinmal, weil die Texte arg langweilig wären – im Gegenteil. Es ist vielmehr eine gewisse Trägheit, die mich beim Lesen überkommt und zum Coitus interruptus vorzeitigen Abbruch der Lektüre führt. Ich werde einfach müde und empfinde das Lesen als anstrengend. Meist mangelt es mir auch schlichtweg an der inneren Ruhe, mich auf ein längerfristiges Leseabenteuer einzulassen.
Nein, mit den Augen hat das auch nichts zu tun – der  Mann von heute verfügt ja über individuell angepasste Sehhilfen. Und der Wille Wunsch ist eigentlich auch da: Ich bewundere “Leseratten”. Und ich überlege oft, wie schön es wäre, sich irgendwo gemütlich niederzulassen und einfach in die Welt in seinen Händen einzutauchen… nur wird quasi nie was draus. Und das, obwohl ich einst in der Grundschule sogar vor einem erlesenen Publikum den zweiten Platz beim (Vor-)Lesewettberwerb errang und in den Anfängen meiner Lesefähigkeit das ein oder andere Kinderbuch mehrmals hintereinander verschlang. Irgendwie liegt doch da die Vermutung nahe, dass die Schule da mittels ihrer Zwangslesungen absolut überflüssiger Titel irgendwas in mir nachhaltig geschädigt hat, oder?
Jedenfalls find ich es schade – es stört mich. Und deshalb auch die Frage an Euch:
Wie lest Ihr? Und was würdet Ihr mir raten, um eine vielleicht latent vorhandene Leseleidenschaft wieder zu erwecken?
Bei 