[Trigami-Review]
Herkömmliche  Glühbirnen arbeiten alles andere als effizient: 99%  des  emittierten Lichts  liegt im für den Menschen unsichtbaren Infrarotspektrum  und erfüllt somit zwar Heizzwecke,  die Aufgabe als Leuchtmittel aber nur ungenügend. Moderne LEDs hingegen erzielen bei deutlich höherer Lebensdauer und weitaus geringerem Energiebedarf eine wesentlich bessere Ausbeute.  Das Unternehmen Zweibrüder Optoelectronics hat es sich zur Aufgabe gemacht, eben diese Technologie weiterzuentwickeln und stellte dankenswerter Weise  für einen Produkttest eine Taschenlampe  aus ihrem Portfolio  zur Verfügung.

Die M5 aus der LED LENSER-Reihe  wird in einer eleganten schwarzen Geschenkverpackung geliefert. Zum Lieferumfang gehören neben der Lampe selbst eine Batterie, ein Holster, eine Trageschlaufe, eine Kurzanleitung sowie die sog. Smart Instruction Card. Mit einer Länge von rund 10cm und einem Gewicht  von  knapp 80g  (inklusive Batterie!) liegt die kompakte  LED LENSER M5 bequem in der Hand. Das robuste Metall-Gehäuse wirkt absolut wertig und solide verarbeitet, das Design stimmig.
Der Clou liegt jedoch in der absolut beeindruckenden Leuchtkraft von 88 Lumen (Herstellerangabe) und nicht zuletzt der Energieversorgung, die einfacher nicht sein könnte, wird die M5 doch mit einer handelsüblichen und darüber hinaus preiswerten  Mignon-Batterie (AA) betrieben. Der Batteriewechsel gelingt intuitiv und unspektakulär, lediglich die vergoldeten Kontakte stechen dem Betrachter ins Auge und versprechen Korosionsbeständigkeit. 6-8 Stunden soll sich die Lampe laut Hersteller mit einer  Batterie betreiben lassen. Eine Aussage, die wir nicht überprüft haben. Sehr wohl aber haben wir uns von der Leistungsfähigkeit des Produktes überzeugen lassen. Doch dazu später mehr.

Dank der sog. Smart Light Technologie verfügt die LED LENSER M5 über drei verschiedene Betriebsmodi, welche sich mikroprozessorgesteuert mittels simpler Tastendruckkombinationen auf den alleinigen Taster am hinteren Ende der Lampe aktivieren lassen: Modus 1 bietet die volle Leistung, Modus 2 stellt den Energiesparmodus mit einer Lichtstärke von 15% der Maximalleistung dar und Modus 3 bietet eine Stroboskopfunktion, welche dank erschreckend blendwirksamer Leuchtkraft effektiv  zur Selbstverteidigung bei tätlichen Übergriffen eingesetzt werden kann.
Die beiliegende “Smart Card” im Scheckkartenformat erklärt mittels einfacher Piktogramme die entsprechende Programmauswahl. Im Regelfall dürfte das Prinzip aber spätestens nach der zweiten bis dritten Anwendung in Fleisch und Blut übergegangen sein, sodaß kein Nachschlagen mehr erforderlich ist. Dementsprechend schadet der Blick in die beiliegende Kurzanleitung sicherlich auch nicht, dürfte aber für den technisch einigermaßen versierten Nutzer wenig neue Erkenntnisse bereithalten.
Das  patentierte Advanced Focus System der M-Serie ermöglicht mittels einer Gleitschlittenmechanik am Kopf der Lampe  die blitzschnelle  Verstellung der Fokussierung. Stufenlos und einhändig lässt sich zwischen einer flächigen Ausleuchtung und der Bündelung des Lichtes auf einen weiter entfernten Punkt wählen. Möglich wird dies durch die geschickte Kombination von Linsen- und Reflektortechnik.
Zu Demonstrationszwecken haben wir  eines Nachts  ein Naherholungsgebiet in der Umgebung aufgesucht:
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Ein Klick auf die Vorschaubilder vergrößert diese. Die eigentliche Leuchtkraft wird jedoch mittels obiger Aufnahmen nicht wirklich deutlich, darf aber getrost als beeindruckend beschrieben werden. Der in der zweiten Aufnahme fokussierte Punkt liegt immerhin gut 30m vom Betrachter entfernt.  Zu Vergleichszwecken wurde auch ein Bild mit  einer NoName-LED-Taschenlampe gemacht, die uns bisher treue Dienste leistete und als “wirklich hell” (im Gegensatz zu herkömmlichen Nicht-LED-Lampen)  galt. Bis heute. Denn leider reichte deren Lichtstärke (trotz extra für den Vergleich angeschafften neuen Batteriesatzes)  im Gegensatz zu der der LED LENSER  M5 nicht für brauchbare Bilder aus – unsere Kamera versagte hier. Trotz Langzeitbelichtung  erhielten wir nur ein komplett  schwarzes Foto. Bei den kommenden Innenaufnahmen (unser Ausseneinsatz wurde leider durch ein spontan einsetzendes Gewitter abrupt beendet)  erwies sich die alte Lampe jedoch wieder als  brauchbare Referenz:
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Von links nach rechts die LED LENSER M5 mit voller Leistung, im Energiesparmodus und die Vergleichslampe, die sich leider in allen Disziplinen geschlagen geben musste – so auch im Nahbereichstest gegen die M5 im Energiesparmodus:
 
Die Vergleichslampe (rechtes Bild) konnte zwar in einem kleinen Bereich mit mehr Helligkeit punkten, provozierte hierbei aber auch unliebsame Reflektionen, während die LED LENSER M5 ein absolut homogenes und Blendeffektfreies Ergebnis ablichtete.
Ein paar Treppen höher durfte die M5 ihr Können nochmals auf dem Dachboden unter Beweis stellen:
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Wie gehabt von links nach rechts die LED LENSER M5 mit maximaler Leistung, im Energiesparmodus und die Vergleichslampe rechts.
Die oben bereits erwähnte  Speed Focus-Technik haben wir zu Anschauungszwecken nocheinmal in einem kurzen Video festgehalten:
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Fazit: Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 59€ ist die LED LENSER M5 sicherlich nicht ganz billig, aber in Anbetracht ihrer Leistungsfähigkeit durchaus preiswert, erst recht, wenn man die drastisch verminderten Folgekosten durch das gängige Batterieformat berücksichtigt. Wer auf der Suche nach einem bereichernden Accessoir für seine Outdoor-Ausrüstung ist,  nachts (mit dem Hund) spazieren gehen möchte oder muss, Geocaching zu seinem Hobbies zählt  oder nach einer effizienten Beleuchtungsmöglichkeit im Arbeitsalltag sucht, der macht mit dem Kauf garantiert nichts falsch. Uns wird die M5 künftig jedenfalls öfter durch die Dunkelheit geleiten.
Weitere Konsumenten-Meinungen, Beispielbilder und Infos zu den LED LENSER-Lampen finden sich zum Beispiel in dem extra für Fans eingerichteten Community-Forum. Und unter http://www.lapp-pro.de/ Â finden sich einige beeindruckende künstlerische Anwendungszwecke, zu deren Erprobung wir witterungsbedingt und in Ermangelung entsprechender Fototechnik während unseres Produkttests leider nicht mehr gekommen sind.