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Archiv für die Kategorie ‘Väterliches’

Verkehrt herum

29. Juni 2010 Neri 2 Kommentare

Morgens, halb sieben in Deutschland. Ein vergnügtes Quieken aus dem Babyphone durchbricht die Stille. Du öffnest ein Auge – nur einen Spalt weit – um die Uhrzeit abzuschätzen. Dein Kind klingt zufrieden mit sich selbst und so beschließt Du, Deinem Kreislauf ein paar Minuten Anlaufzeit zu gönnen und freust Dich, dass sich der Nachwuchs schon so schön alleine beschäftigen kann.
Ein paar Minuten später der Blick hinüber auf den Wecker und dann  zu Deiner Frau, die ebenfalls noch einen Schlummermoment genießt. Und so beschließt Du, doch mal eben beim Töchterchen reinzuschauen, bevor Du Dich an die Morgentoilette machst und zur Uni hetzt. Schlurfenden Schrittes tapperst Du, noch leicht verquollen, zum Nebenzimmer, öffnest langsam die Tür und erblickst…
…ein nacktes, strahlendes und glucksendes Kind. Doch Moment: Schlafsack? Negativ! Schlafanzug?? Negativ!!  Windel??? Ebenfalls negativ!!!  Dafür erblickst Du im Gitterbett einen Dir unbekannten dunklen Gegenstand, den Du zunächst –  Kontaktlinsen und Brille nicht auf- bzw. eingesetzt – nicht so recht zu identifizieren vermagst. Als Du näher rangehst, überkommt Dich plötzlich allen Unmuts zum Trotz eine Funken Freude:

Danke, dass Du ausnahmsweise mal etwas nicht durch die Gegend geworfen oder zermatscht hast, Mina-Maus!

Ich denke, wir werden den Vorschlag von Agis Oma aufgreifen… :)

Für Raumfahrt fehlt mir im Moment einfach die Zeit…

11. März 2010 Neri 6 Kommentare

Null-komma-irgendwas Beiträge im Monat sind irgendwie ein bißchen zu wenig für ein Blog. Für meinen Geschmack ebenso. Irgendwie vermag einen dieses komische “Real Life” aber auch ziemlich in seinen Bann zu ziehen. Die Grafik ist schon ziemlich klasse und die  Aufgaben wirklich spannend. Ich will nicht sagen, dass ich schon süchtig bin, aber seitdem ich die Items “Frau” und “Kind” im Inventar meines Charakters mitführe, geht doch ganzschön viel Zeit dafür drauf. Spaß beiseite – irgendwie frustet mich der Staub hier schon ein wenig… aber auch Felder liegen mal brach, um sich zu erholen.

Machen wir also mal wieder eine kleine Exkursion in mein Privatleben – vielleicht lesen ja doch noch 2-3 Leute mit, die sich dafür interessieren…
Zunächst einmal: Der Wechsel an die Uni Leipzig ist vollzogen! Wäre ich gläubig, würde ich jetzt vor irgendeiner Macht auf die Knie sinken. Zeit wurde es ja. Folgerichtig geht ab April das Studium  endlich wieder los, nachdem ich nun zu einem halben Jahr Zwangspause genötigt war. Natürlich hatte das auch so seinen Reiz und seine Vorzüge fürs Familienleben, aber ich bin doch froh, das es nun weiter geht. Anyway – nie wieder Pendeln! *tanz*
Oben drauf hat sich doch tatsächlich eine wirklich interessante Anstellung als studentische Aushilfe im Nachtdienst eines nahegelegenen Krankenhauses gefunden, so dass die Haushaltsplanung für die kommenden Monate wenigstens minimal stabilisiert wird. Allerdings wird darüberhinaus zweifellos ein neuer Bafög- bzw. Wohngeldantrag notwendig werden – ebenso wie die Monetarisierung des Blogs. Als kleine Familie braucht man einfach echt jeden Cent. Kennt sich da jemand von meinen Lesern aus? Stichwort Kleingewerbeanmeldung? Schreibt mir!

Die Suche nach einem Kindergartenkrippenplatz (bzw. einer Tagesmutter) fürs Töchterchen gerät mehr und mehr zum Ärgernis. Mal abgesehen von einem wohl nicht geringen Mißverhältnis zwischen Platzangebot und Nachfrage ist die Vergabe unglaublich rückschrittlich gelöst.  Die Kitas führen ihre eigenen Bewerberlisten – auf denen sich natürlich im jeweiligen Einzugsgebiet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit immer wieder die selben Namen finden. Will heißen, der kleine Moritz ist natürlich in allen sechs Kindertagesstätten in der näheren Umgebung angemeldet. Ebenso  dutzende Altersgenossen/innen. Somit  rückt die kleine Julia, die grade von Mama und Papa angemeldet wird,  auf Platz 134 – bei 19 zu erwartenden Plätzen. Allerortens also beschwichtigende Worte: Es sähe schlecht aus, man könne nichts versprechen, erstmal würden natürlich Geschwisterkinder aufgenommen, aber ansonsten könne man seine Chancen auf einen Platz natürlich verbessern, indem man regelmäßig Kuchen vorbeibringt sein Interesse neu bekundet. Sackkraulen im Abo sozusagen.
Eine zentrale Regisitrierungs- bzw. Vergabestelle richtet die Stadt aktuell seit zwei Jahren  im Internet ein – immerhin 5-10% der Einrichtunge sind auch schon in die Datenbank eingepflegt. Hashtags: #Millionengrab #Amateurarbeit
Also versucht man etwas Vitamin B spielen zu lassen. Ob das von Erfolg gekrönt ist, wird sich zeigen. Alternativ nimmt man Tagesmütter mit ins Fahndungsraster potentieller Kindsbetreuer auf. Mit bislang ebenso zweifelhaftem Erfolg. Morgen geben wir uns den nächsten Schub – die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Bis September muß aber so oder so eine Lösung her. Und entgegen der durchschnittsbürgerlichen Nicht-Elter-Meinung ist das alles andere als viel Zeit. Idealerweise möge man doch heute sein Kind direkt nach der Geburt anmelden – zwei Jahre im Voraus also. Was für ein kinderfreundliches Land wir doch betreiben.

Kind 1.0 selbst entwickelt sich hingegen für meine Begriffe prächtig. Nur ihr Ego ist mir manchmal schon fast ne Nummer zu groß. Sollte man mit 17 Monaten nicht wenigstens mal ein bißchen in Panik ausbrechen, wenn Mama und Papa in der Fußgängerzone, im  Supermarkt oder auf dem Spielplatz plötzlich nicht mehr zu sehen sind? Und wieso iss die so frech? Das kann ja was werden, in der Pubertät ;)

Madame spielt seit nem guten halben Jahr Gitarre – meine Gitarre, die ich mir vor Jahren in der festen Überzeugung zulegte,  ”das mal schnell zu lernen”.  Nun äußerte die designierte  Ehefrau Interesse und schrieb sich für einen Volkshochschulkurs ein – mit erstaunlichem Erfolg, wie ich neidvoll eingestehen muss. Und nachdem ich zunächst nur positiv darüber gestimmt war, das Instrument also wenigstens doch nicht umsonst angeschafft zu haben, bin ich nun so weit, es mir in Heimunterricht von meiner ganz persönlich eigenen Privatlehrerin beibringen zu lassen. Der wahnwitzige Parallelplan, gleichzeitig endlich das 10-Finger-Tippen zu verinnerlichen,  klingt hinsichtlich der notwendigen  Bewegungsabläufe erstmal nicht ganz unlogisch, oder? Schmerzen gehören offensichtlich ja auch zu Beidem dazu.

Was die Hochzeitsplanung angeht, so steht schonmal die Kirche, die Feierlocation und das Catering, das Kleid, der Fotograf und ein Teil der ehrenamtlichen Besetzung. Bleiben noch die Ringe, die Torte, der Anzug, der DJ, etwaige Shuttledienste und allerlei kleinere organisatorische Herausforderungen. Ich freu mich schon tierisch, ehrlich gesagt. Bissl Diät wär schon nicht schlecht. Und dann stellt sich noch die Frage nach dem Äußeren – der altbewährte Kinnbart oder doch der kürzlich erprobte “Fischereihafen-Mitarbeiter/Seemanns”-Look. Tatsache – sowas mußte ich mir sagen lassen!  Ich mochte es… vielleicht mach ich da nochmal n bebildertes Voting hier

So – sind ja doch wieder ein paar Zeilen zusammengekommen. Eben schoss mir die Idee, den Vorsatz zu fassen, künftig  jeden Tag einen Beitrag zu schreiben, durch den Kopf. Aber eh ich Euch wieder mit leeren Versprechungen zurücklasse, mach ich an dieser Stelle lieber Schluß… für heute ;)

LG,
Euer nerisign1

Angst

5. November 2009 Neri 4 Kommentare

Wenn ich, wie heute, so mit meinen Mädels durch irgendein Shopping-Center streife und unser nunmehr einjähriges Töchterchen (mittlerweile übrigens nahezu stabil selbständig laufend!) plötzlich und unvermittelt vor mehreren Schuh- und Bekleidungsgeschäften stehenbleibt  und sich dann anschickt, diese zu stürmen, dann…

…ja, dann hab ich etwas Angst vor der Zukunft ;)

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Nach Hause telefonieren?

17. August 2009 Neri 2 Kommentare

Unser kleines Wildschwein Lieblingskind ist zur Zeit etwas – nunja, sagen wir quengelig. Man zeigt erste Anzeichen von Jähzornigkeit. Wahrscheinlich liegt’s an den Zähnchen. Oder sollte ich mir doch Sorgen machen, wenn ich mir so anschaue, welche Nummer das Kind wählt, wenn Sie das über Maß begehrte Telefon in die Hand bekommt?

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Mein Kind rockt!

6. April 2009 Neri 7 Kommentare

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Lieblingslied

22. Dezember 2008 Neri 7 Kommentare

Ja, ganz recht: Das Lieblingskind hat  aktuell ein Lieblingslied  - ein absolut  fieser Ohrwurm, den Mama und Papa aber auch wunderbar bedarfsgerecht umtexten können… Ob   der Nachwuchs allerdings auch Geschmack hat, darüber lässt sich streiten.

Und jetzt alle zusammen! ;)

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Auftrag erfüllt!

20. Dezember 2008 Neri 8 Kommentare

Missionsbeschreibung: Madame hat Weihnachtsfeier. Hüten Sie Ihr 7 1/2 Wochen altes gemeinsames Kind für 4-5 Stunden.

Gestellte Ausrüstung: 120ml Muttermilch, ansonsten Heimspiel

Probleme: Definitiv zu wenig MuMi (mehr war grad nicht drin – im wahrsten Sinne des Wortes), keine Brüste bei Papa  (zumindest keine lactierenden *g*) und Blähungen (auf Seiten des Kindes!)

Auswertung: Ich habe Rücken, bin heiser, wurde angeschissen, bespuckt und angeschrien – aber wir haben’s geschafft! Und wir hatten auch ein paar wirklich schöne gemeinsame Spielmomente und “Unterhaltungen”. Kurz: Anstrengend, aber (mit ein bissl mehr Snacks fürs kleine Raubtier und etwas Routine) durchaus machbar.

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Der Papa schüttelt’s Bäumelein…

6. Dezember 2008 Neri 5 Kommentare

5 Wochen ist unsere kleine tagesstrukturierende Maßnahme nun alt. Zeit, meinen Platz im elterlichen Schlafzimmer zurückzuerobern!  Ich hatte mich ja nach zunächst freiwillig ausquartiert, da meine doch recht ausgeprägte Rhonchopathie  sicherlich wenig förderlich im Sinne einer Erholung von den Strapazen der Geburt gewesen wäre – weder für Madame, noch für den Nachwuchs…
Die ersten beiden Nächte zu Dritt liefen auch überraschend gut – zumindest aus Sicht der Damen.  Frau Mama freut sich frauentypisch über eine zusätzliche Wärmequelle  und Kind 1.0 zeigt sich völlig unbeeindruckt von meinem Gaumenflattern.
Ich hingegen sehe mich schlagartig mit  spontan einsetzenden Grunz- und Quietschlauten unseres Nachwuchses in direkter Nähe konfrontiert.  Irgendwas zwischen südlichem Gollum (Klickbefehl!) und Walgesängen dringt da plötzlich aus der Stille zu mir herüber und reißt mich unsanft aus meinen Träumen…
Der versuchsweise Einsatz von Ohrstöpseln zur Erhöhung des Schlafkomforts verlief wenig befriedigend. Die Dinger nerven und verunsichern mich irgendwie – auch, wenn man die Kindsgeräusche durchaus weiterhin wahrnimmt.
Macht aber nix. Schlußendlich, nach einigen  verpassten REM-Phasen stören einen die periodischen Schlafunterbrechungen auch irgendwie garnicht mehr… zumindestens vorerst. Im Gegenteil: Man entwickelt eine gar buddhistische Einstellung zu dieser Art nächtlicher Ruhestörung und beginnt irgendwann, jedes Quieken nur noch mit einem müden, aber zufriedenen Lächeln zu bedenken. It must be love, love, love!
Zeitweise spielt man gar mit dem Gedanken, den Tag nicht wie gewohnt erst um zehn Uhr, sondern vielleicht doch schon um 5(!) zu beginnen. Soll ja Leute  geben, die das so machen. Hab ich früher schließlich auch geschafft, aber da war ich ja auch noch jung.  Man könnte ja der Erste(!!) beim Bäcker sein, noch warme Brötchen abstauben und dann gleich noch mal rüber zum Supermarkt und ein paar Dosenbirnen(!!!) organisieren… denkt man sich, bevor man glücklicherweise doch wieder in eine barmherzige Ohnmacht zurückfällt –  nachdem man sich schlaftrunken noch schnell lüstern ein Leberwursttoast(!!!!) verinnerlicht hat.

Gute Nacht, meine Lieben!

Zweitplatzierter

22. November 2008 Neri 6 Kommentare

Es gibt so Tage, an denen ist man einfach zweitklassig. Nicht im allgemeinen, sondern nur bezogen auf sein Kind. Vorhandensein vorausgesetzt. Solange sich alle Wohlfühl- und Bedürfnis-Parameter des noch frischen Nachwuchses im grünen Bereich befinden, wird man geduldet – mittelfristig vielleicht sogar beachtet und als kurzweilige Unterhaltung willkommen geheissen.
Aber wehe, es keimt Unmut auf: Dann kann Papa noch so viel und liebevoll summen, singen, wiegen, schaukeln, tanzen, streicheln und beruhigend dahersäuseln.  Vollkommen sinnlos  - er hat nunmal keine Brüste! Zumindest keine, die eine ernstzunehmende Konkurrenz für Mamas wären.
Wer nun aber meint, das abrupte Verstummen des Traglings sei auf eine akute Nahrungsunterversorgung zurückzuführen, der wird schnell enttäuscht: Selbst das Anlegen an die mütterliche Brust mit dem Ziel der Stillung wird lediglich mit 2-3 unmotivierten Saugbewegungen, gefolgt von schlagartig einsetzender Somnolenz quittiert.
In seiner Funktion als XY-Elter fühlt man sich da schnell degradiert und inkompetent. Um aber eventuell aufkeimende Frustrationen zu vermeiden, sollte man sich einfach schnell auf eine betont männliche Sichtweise besinnen: Als Kerl fühlt man sich an der angegebenen Stelle schließlich doch auch sehr wohl -man muss halt nur Teilen lernen ;)

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Der Handy-Föhn

19. November 2008 Neri 8 Kommentare

Nein, ich hab eigentlich nicht vor, aus BOOYABOO.DE ein Baby-Blog zu machen. Aber herje, was hab ich den aktuell sonst zu erzählen, ausser von diesem unglaublich tollen Babyphone-Ding zu schwärmen, welches mich (die paar Stunden am Tag) irgendwie doch sehr viel besser schlafen lässt, weil es gleich noch die Atmung unserer tagesstrukturierenden Maßnahme überwacht. Wahrscheinlich  sollte man über manche Dinge einfach garnicht nachdenken…

Ich könnte Euch auch verraten, warum die teureren Markenwindeln (zumindest im bisherigen Vergleichsprozess) doch ihr Geld wirklich wert sind. Auch könnte ich  erzählen, dass sich  brüllende Raubtiere von einer Sekunde zur anderen mittels Einschalten eines in jedem Haushalt verfügbaren Elektrogerätes zähmen und wie von Zauberhand beruhigen lassen. Und dann würde ich noch auf jemanden verlinken, der bereits vor mir auf die Idee gekommen ist, das Geräusch eines solchen  Haartrockners stromsparend zu digitalisieren, so dass man es auch vom MP3-Player oder Mobiltelefon  abspielen lassen kann. Der Umwelt Haushaltskasse zuliebe.
Wahrscheinlich würde es mir keiner von Euch glauben, aber der Handy-Föhn funktioniert  tatsächlich! Ein Wunder, dass die Klingelton-Industrie das noch nicht zur Marktreife geführt hat. Ich las sogar von Leuten, die ihre Kinder aus selbem Grund hauptsächlich unter der Dunstabzugshaube(!) in der Küche wickeln – bei abgeschaltetem Herd, versteht sich.

Aber würde das jemanden interessieren?

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