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Archiv für die Kategorie ‘Willkommen im Leben!’

Engel unter uns

12. August 2010 Elly Keine Kommentare

Wir haben   eine Karte bekommen. Es gibt sie die Engel unter uns… Und ich meine nicht die Schutzengel.

Auf der Karte stand neben dem Bild eines  kleinen Mädchens geschrieben:                    

Pass gut auf, manchmal sind auch   Engel unter deinen Mitmenschen.

Engel sind Botschafter Gottes, durch ihn geschaffen, so wie der Mensch (wenn man es mal ganz christlich betrachtet…).

Und oft bin ich überzeugt, dass sich Gottes Nähe in lieben Menschen und Begegnungen mit diesen zeigt. Begegnungen die einen zum Nachdenken bewegen, dazu Entscheidungen zu überdenken, umzulenken, Tränen hervor- oder einfach Freude bringen …

In  der Karte  steht geschrieben:

Es gibt Engel und Geister, die muss man nicht rufen, die sind einfach da und halten dich.

Eine schöne Vorstellung, die mir im Moment die Tränen in die Augen schießen lässt. Diese Karte hat mich tief bewegt. So manche Worte und Taten bringen uns vorwärts, erfreuen uns und lassen uns ein paar Meter höher schweben, manche werfen uns aber auch zurück oder in ein tiefes Loch.

Wie oft brauchen wir einfach Menschen die ganz selbstlos etwas von sich geben: Wie ihre Zeit, ihre Schulter zum Anlehnen, ihr Ohr zum Zuhören, ihre Stimme in stillen Momenten, ihre Hilfe…. Das erfahren zu dürfen ist großes Glück – nicht allein, nicht einsam – sondern gemeinsam sein.

Lieber Engel ich danke dir für deine Post und hoffe, dass du dies lesen kannst, denn nur auf diesem Weg kann ich dir diese Gedanken aussprechen. Ich vermochte nicht deine Schrift zu entziffern, bzw. einer Person zuzuordnen. Vielleicht wechseln wir noch mal geistreiche Worte, die helfen, stark zu machen für all die Wege die man gehen muss und doch nicht will, für die unerwarteten Hürden die man überwinden muss, für ein Auftanken in der Wüste.

Dank deiner Hilfe konnten wir eine Hürde meistern!

Gottes Segen für dich…

ellysign1

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Verkehrt herum

29. Juni 2010 Neri 2 Kommentare

Morgens, halb sieben in Deutschland. Ein vergnügtes Quieken aus dem Babyphone durchbricht die Stille. Du öffnest ein Auge – nur einen Spalt weit – um die Uhrzeit abzuschätzen. Dein Kind klingt zufrieden mit sich selbst und so beschließt Du, Deinem Kreislauf ein paar Minuten Anlaufzeit zu gönnen und freust Dich, dass sich der Nachwuchs schon so schön alleine beschäftigen kann.
Ein paar Minuten später der Blick hinüber auf den Wecker und dann  zu Deiner Frau, die ebenfalls noch einen Schlummermoment genießt. Und so beschließt Du, doch mal eben beim Töchterchen reinzuschauen, bevor Du Dich an die Morgentoilette machst und zur Uni hetzt. Schlurfenden Schrittes tapperst Du, noch leicht verquollen, zum Nebenzimmer, öffnest langsam die Tür und erblickst…
…ein nacktes, strahlendes und glucksendes Kind. Doch Moment: Schlafsack? Negativ! Schlafanzug?? Negativ!!  Windel??? Ebenfalls negativ!!!  Dafür erblickst Du im Gitterbett einen Dir unbekannten dunklen Gegenstand, den Du zunächst –  Kontaktlinsen und Brille nicht auf- bzw. eingesetzt – nicht so recht zu identifizieren vermagst. Als Du näher rangehst, überkommt Dich plötzlich allen Unmuts zum Trotz eine Funken Freude:

Danke, dass Du ausnahmsweise mal etwas nicht durch die Gegend geworfen oder zermatscht hast, Mina-Maus!

Ich denke, wir werden den Vorschlag von Agis Oma aufgreifen… :)

…auf sie!

22. Juni 2010 Neri 7 Kommentare

Nein, es ist nicht  so, dass es irgendwann nicht mehr weh tut. Der Schmerz bleibt. Er wird nur seltener. An der Intensität ändert sich aber nicht wirklich etwas. Da lügt der Volksmund. Jemand fehlt. Jemand, den man immer wieder gern um Rat gefragt hat, mit dem man Freud und Frust teilen mochte. Jemand, der mit einem gelitten und sich aufrichtig gefreut hat. Jemand, der sich sorgte, der einem oftmals einen Schritt voraus war und hinter die Fassade zu blicken vermochte. Jemand,  bei  dem man nach all den Jahren eigentlich schon wußte, was wohl die Antwort auf eine Frage sein würde, dem man sie aber trotzdem gerne stellte – nur um sicher zu gehen, dass die eigene Intuition einen nicht trügt. Doch grade hieran wird später  offensichtlich, dass der verloren geglaubte Mensch nicht wirklich fort ist. Man kennt die Antworten auf seine Fragen selbst –  auch ohne  sie zu stellen –  denn man wurde sie gelehrt. Gelehrt von jemandem, der “in einem selbst weiter lebt”.  Manchmal findet sich in  Floskeln dann halt doch ein großes  Bißchen  Wahrheit.

Meine Mutter hat mich in so mancher Hinsicht eingehend geprägt, mich angeleitet, die Welt in einem bestimmten Blickwinkel zu sehen.  Das wußte ich – mir wird aber zunehmend klarer, wie groß Ihr Einfluß auf meine Entwicklung war. Und dass ich ihr noch mehr verdanke, als es mir ohnehin schon bewußt war. So viele Einsichten und Werte, die es mir erlauben, heute so zu sein, wie ich bin. Und in eben jenen zunehmend häufig auftretenden Momenten der Selbsterkenntnis , in denen ich an sie denke, überwiegt dann doch ein Gefühl von Freude. Von Dankbarkeit. Und von Akzeptanz. Der Tod gehört zum Leben. Wir haben in unserem Kulturkreis nur eine ziemlich merkwürdige  Art, mit diesem Teil umzugehen, wenn man bedenkt, dass wir uns selbst gern als so wahnsinnig fortschrittlich präsentieren. Am Ende zählt letztlich doch nur Eines: Spuren, denen man folgen möchte. Das, was bleibt, in mir, macht sie unsterblich. Für mich und manch  andere. Für die, die sie kannten – und für die, die, denen sie den Weg gebahnt hat.  Und ich weiß: Sie war stolz. Und sie wäre stolz. Genau wie ich es bin,…

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Für Raumfahrt fehlt mir im Moment einfach die Zeit…

11. März 2010 Neri 6 Kommentare

Null-komma-irgendwas Beiträge im Monat sind irgendwie ein bißchen zu wenig für ein Blog. Für meinen Geschmack ebenso. Irgendwie vermag einen dieses komische “Real Life” aber auch ziemlich in seinen Bann zu ziehen. Die Grafik ist schon ziemlich klasse und die  Aufgaben wirklich spannend. Ich will nicht sagen, dass ich schon süchtig bin, aber seitdem ich die Items “Frau” und “Kind” im Inventar meines Charakters mitführe, geht doch ganzschön viel Zeit dafür drauf. Spaß beiseite – irgendwie frustet mich der Staub hier schon ein wenig… aber auch Felder liegen mal brach, um sich zu erholen.

Machen wir also mal wieder eine kleine Exkursion in mein Privatleben – vielleicht lesen ja doch noch 2-3 Leute mit, die sich dafür interessieren…
Zunächst einmal: Der Wechsel an die Uni Leipzig ist vollzogen! Wäre ich gläubig, würde ich jetzt vor irgendeiner Macht auf die Knie sinken. Zeit wurde es ja. Folgerichtig geht ab April das Studium  endlich wieder los, nachdem ich nun zu einem halben Jahr Zwangspause genötigt war. Natürlich hatte das auch so seinen Reiz und seine Vorzüge fürs Familienleben, aber ich bin doch froh, das es nun weiter geht. Anyway – nie wieder Pendeln! *tanz*
Oben drauf hat sich doch tatsächlich eine wirklich interessante Anstellung als studentische Aushilfe im Nachtdienst eines nahegelegenen Krankenhauses gefunden, so dass die Haushaltsplanung für die kommenden Monate wenigstens minimal stabilisiert wird. Allerdings wird darüberhinaus zweifellos ein neuer Bafög- bzw. Wohngeldantrag notwendig werden – ebenso wie die Monetarisierung des Blogs. Als kleine Familie braucht man einfach echt jeden Cent. Kennt sich da jemand von meinen Lesern aus? Stichwort Kleingewerbeanmeldung? Schreibt mir!

Die Suche nach einem Kindergartenkrippenplatz (bzw. einer Tagesmutter) fürs Töchterchen gerät mehr und mehr zum Ärgernis. Mal abgesehen von einem wohl nicht geringen Mißverhältnis zwischen Platzangebot und Nachfrage ist die Vergabe unglaublich rückschrittlich gelöst.  Die Kitas führen ihre eigenen Bewerberlisten – auf denen sich natürlich im jeweiligen Einzugsgebiet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit immer wieder die selben Namen finden. Will heißen, der kleine Moritz ist natürlich in allen sechs Kindertagesstätten in der näheren Umgebung angemeldet. Ebenso  dutzende Altersgenossen/innen. Somit  rückt die kleine Julia, die grade von Mama und Papa angemeldet wird,  auf Platz 134 – bei 19 zu erwartenden Plätzen. Allerortens also beschwichtigende Worte: Es sähe schlecht aus, man könne nichts versprechen, erstmal würden natürlich Geschwisterkinder aufgenommen, aber ansonsten könne man seine Chancen auf einen Platz natürlich verbessern, indem man regelmäßig Kuchen vorbeibringt sein Interesse neu bekundet. Sackkraulen im Abo sozusagen.
Eine zentrale Regisitrierungs- bzw. Vergabestelle richtet die Stadt aktuell seit zwei Jahren  im Internet ein – immerhin 5-10% der Einrichtunge sind auch schon in die Datenbank eingepflegt. Hashtags: #Millionengrab #Amateurarbeit
Also versucht man etwas Vitamin B spielen zu lassen. Ob das von Erfolg gekrönt ist, wird sich zeigen. Alternativ nimmt man Tagesmütter mit ins Fahndungsraster potentieller Kindsbetreuer auf. Mit bislang ebenso zweifelhaftem Erfolg. Morgen geben wir uns den nächsten Schub – die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Bis September muß aber so oder so eine Lösung her. Und entgegen der durchschnittsbürgerlichen Nicht-Elter-Meinung ist das alles andere als viel Zeit. Idealerweise möge man doch heute sein Kind direkt nach der Geburt anmelden – zwei Jahre im Voraus also. Was für ein kinderfreundliches Land wir doch betreiben.

Kind 1.0 selbst entwickelt sich hingegen für meine Begriffe prächtig. Nur ihr Ego ist mir manchmal schon fast ne Nummer zu groß. Sollte man mit 17 Monaten nicht wenigstens mal ein bißchen in Panik ausbrechen, wenn Mama und Papa in der Fußgängerzone, im  Supermarkt oder auf dem Spielplatz plötzlich nicht mehr zu sehen sind? Und wieso iss die so frech? Das kann ja was werden, in der Pubertät ;)

Madame spielt seit nem guten halben Jahr Gitarre – meine Gitarre, die ich mir vor Jahren in der festen Überzeugung zulegte,  ”das mal schnell zu lernen”.  Nun äußerte die designierte  Ehefrau Interesse und schrieb sich für einen Volkshochschulkurs ein – mit erstaunlichem Erfolg, wie ich neidvoll eingestehen muss. Und nachdem ich zunächst nur positiv darüber gestimmt war, das Instrument also wenigstens doch nicht umsonst angeschafft zu haben, bin ich nun so weit, es mir in Heimunterricht von meiner ganz persönlich eigenen Privatlehrerin beibringen zu lassen. Der wahnwitzige Parallelplan, gleichzeitig endlich das 10-Finger-Tippen zu verinnerlichen,  klingt hinsichtlich der notwendigen  Bewegungsabläufe erstmal nicht ganz unlogisch, oder? Schmerzen gehören offensichtlich ja auch zu Beidem dazu.

Was die Hochzeitsplanung angeht, so steht schonmal die Kirche, die Feierlocation und das Catering, das Kleid, der Fotograf und ein Teil der ehrenamtlichen Besetzung. Bleiben noch die Ringe, die Torte, der Anzug, der DJ, etwaige Shuttledienste und allerlei kleinere organisatorische Herausforderungen. Ich freu mich schon tierisch, ehrlich gesagt. Bissl Diät wär schon nicht schlecht. Und dann stellt sich noch die Frage nach dem Äußeren – der altbewährte Kinnbart oder doch der kürzlich erprobte “Fischereihafen-Mitarbeiter/Seemanns”-Look. Tatsache – sowas mußte ich mir sagen lassen!  Ich mochte es… vielleicht mach ich da nochmal n bebildertes Voting hier

So – sind ja doch wieder ein paar Zeilen zusammengekommen. Eben schoss mir die Idee, den Vorsatz zu fassen, künftig  jeden Tag einen Beitrag zu schreiben, durch den Kopf. Aber eh ich Euch wieder mit leeren Versprechungen zurücklasse, mach ich an dieser Stelle lieber Schluß… für heute ;)

LG,
Euer nerisign1

Sinuskurve 2009/2010

29. Januar 2010 Neri 4 Kommentare

Nundenn – mein portabler Rechenknecht ist zurück. Klasse Service,  da bei Medion.  Muß Â ja auch mal erwähnt werden. Man soll ja nicht immer nur negative Kritiken veröffentlichen. Es wurde versprochen, das Gerät würde innerhalb von 15 Werktagen wieder bei mir sein – und  dieses Versprechen wurde eingehalten. Alles läuft wieder geschmeidig und die Reparatur erfolgte erwartungsgemäß kostenfrei. Kurz: Daumen hoch!

Die Möglichkeit, zu bloggen bestand also schon seit Längerem wieder, aber wie die Meisten meiner blogaffinen Leser wissen, gabs es ja da noch eine unschöne Begebenheit, welche mein Interesse an aktiver Teilnahme  am Netzgeschehen temporär (phew…. knapp zwei Monate!) etwas in den Hintergrund rücken ließ. Ich bedanke mich einfach mal hier für die Anteilnahme und all die guten Wünsche, die mich und Familie erreichten – ob nun digital oder in Papierform. Seid nicht böse, wenn es vielerorts keine Antwort gab – gelesen und empfunden haben wir jedes Wort.
An kroetengruen.de selbst haben wir beschlossen, nach Veröffentlichung des letzten Beitrages nichts mehr zu ändern – ich werde auch die eingereichten Kommentare   nicht mehr veröffentlichen. Alles bleibt jetzt so wie es ist. Und um einige Befürchtungen zu entkräften: Flockes Seite bleibt bis auf Weiteres am Netz. Es gibt aktuell keine Pläne, irgendwas zu “löschen”.  Wir möchten uns selbst  wie  natürlich  allen anderen auch in Zukunft die Möglichkeit geben, bei Bedarf einfach nochmal zu “schmöckern”.

Ansonsten haben ich und Madame und ich  aktuell jede Menge mit Hochzeitsvorbereitungen zu tun. Aller Trauer zu Trotz – geheiratet wird dieses Jahr! Es war ja nicht zuletzt grade meine Mutter, die sich dafür stark machte, dass wir das Ganze vorantreiben sollten. Und wie ich das bis jetzt so sehe, wird das sicherlich ein erinnerungswürdiger Tag – für uns auf jeden Fall!
Meine Wechselbemühungen an eine sächsische Universität könnten zum kommenden Semester auch endlich fruchten und sogar ein kleiner Job in einer nahegeliegenen Klinik hat sich vor einigen Tagen gefunden. Das Leben ist eben doch eine Sinuskurve.
Irgendwie sollte ich mich nur langsam mal wieder ein wenig mit dem ganzen Stoff auseinandersetzen – ist schlimm, wie schnell man vergisst, wenn man etwas nicht regelmäßig anwendet oder wiederholt. Zum Glück ist die Literatur des klinischen Studienabschnittes aber um Einiges interessanter, als in der “Vorklinik”.

Soviel für heute. Ich wünsche Euch allen ein erfrischendes Wochenende!

LG, nerisign1

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Übereifrige Blitzampel

22. Juli 2009 Neri 6 Kommentare

Da fahr ich gestern frohen Mutes und mit wachsender Gelöstheit in Folge des just zu Ende gegangenen Prüfungszeitraumes gen Heimat und überquere dabei eine Kreuzung. Passiert. Unweigerlich. Was mich jedoch mit Irritiertheit und akuter Mydriasis zurückließ, war das rötliche Blitzen einer sog. stationären “Rotlichtüberwachung”  , das mir und meinem Hintermann verdeutlichte, dass wir soeben in die engere Auswahl für das Cover der diesmonatigen Gewerkschaftszeitung des Verbands deutscher Verkehrshüter aufgenommen wurden….
Dumm nur, dass ich  die Kreuzung bei grüner Lichtzeichenanlage befahren hatte, der Verkehr sich jedoch spontan bis auf die Kreuzung zurückstaute. Glücklicherweise hatte ich eine “unabhängige”  Beifahrerin, welche eben diesen Sachverhalt zu bestätige vermag. Darüber  hinaus  war mein Hintermann  (laut eigener Aussage ebenfalls unschuldig) so weitsichtig, auszusteigen und mir seine Visitenkarte für den etwaigen Fall einer gegenseitig benötigten Zeugenaussage in die Hand zu drücken.

Wobei, wenn ich das hier so überfliege, muß ICH mir ja in Ermangelung einer zweiten Aufnahme eh keine Sorgen machen, oder? Fragt sich nur, warum das Ding dann trotzdem blitzt? Ist mein Hintermann vielleicht noch bei rot rüber und die Anlage hat mich als ihn fehlinterpretiert? Aber dann hätte sie ihn ja nicht nochmal geblitzt, oder?

Kennt sich da wer aus?

30 – in Worten: D R E I S S I G ! ! !

13. Juni 2009 Neri 9 Kommentare

Nun ist es also bald auch bei mir soweit. Ich erreiche die magische Altersgrenze, bei der man gemäß irgendwelcher Listen so einige Dinge getan haben sollte. Nun, einen Baum habe ich z.B. noch nicht gepflanzt, dafür aber  mehrere einen Totalschaden gebaut und mich selbst wenigstens einmal ordentlich über Maß mit C2 abgeschossen, wie gefordert.
Ein Freund aus Berlin nullt bereits heute und schrieb mir soeben: “Was die Leute erzählen, von wegen, 30 sei auch nicht viel anders als 29 – alles gelogen! 30 ist schon schei**e *grins*. Mit Frau und Kind ist es dann aber wahrscheinlich nur halb so schlimm. Da haste ja fast Deine Schäfchen im Trockenen… “.

Was soll ich sagen? Klar bin ich mächtig glücklich – und dieser runde Geburtstag  tangiert mich gemütstechnisch tatsächlich nur periphär. Meine Prioritäten lagen/liegen  aber auch nie/nicht auf der Erlangung unermesslichen Reichtums oder der Weltherrschaft (wenngleich das auch nicht sooo schlecht wäre), sondern in der Gründung einer kleinen, glücklichen Familie. Und was das angeht, denke ich, bin ich in der Tat aktuell recht erfolgreich ;)
Nichtsdestotrotz bin  auch ich zuvor  diverse Male beziehungstechnisch (teils ziemlich übel) auf die Fresse geflo gescheitert, bis ich nun am Ziel angekommen bin.  Dafür denke ich, dass es für Leute um die  30 wahrscheinlicher ist, in einer  dauerhaften, glücklichen Beziehung unterzukommen, als für diejenigen, die mit 20 schon verheiratet sind. Die meisten davon sind in  meinem Alter nämlich oftmals schon wieder geschieden. Womit sie dann aber zumindest einer Punkt mehr als ich auf der “Was man bis  30 getan haben muss”-Liste abhaken können.  Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel!
Wie auch immer – die eigentliche Message für  diejenigen unter Euch (ob nun U oder Ü30), die an die wahre, große Liebe glauben (möchten): Keine Panik! Gebt Eure Träume nicht auf und zweifelt  NIEMALS an ihnen. Lasst Euch nicht entmutigen und riskiert auch mal was. Und hört unter keinen Umständen auf zu suchen – es lohnt!

Nundenn, dafür bin ich mich drei Dekaden Lebensalter immer noch auch wieder Student. Hätte sicherlich optimaler laufen können – bereuen tu ich aber eigentlich nichts in dieser Richtung.  Ich habe in der Zeit vorm Studium viele extrem wertvolle Erfahrungen machen dürfen, die ich nicht missen möchte. Und auch, wenn es dieser Tage finanziell nicht unbedingt rosig aussieht, so habe ich, dank eben dieser Unregelmäßigkeiten (und nicht zuletzt meiner Familie) die Gelegenheit, mir schlussendlich auch meinen beruflichen Traum zu erfüllen, wenngleich ich mich manchmal frage, ob Automechaniker nicht die bessere Wahl gewesen wäre.
Wie auch immer: Wir wohnen schön, haben  Strom aus Wand und warmes Wasser … und herrgottnochmal:  Ich hab ein Weblog!  Will sagen: Wir haben sogar fließend Internet! So schlimm kanns also auch nicht sein :)
Natürlich bleiben da trotz allen Glücks noch kleinere Wünsche. Ein kinderwagentauglicher Chrysler 300C Touring oder ähnliches würde uns grad ganz gut in den Kram passen. Alternativ auch eine Triumph 675 Daytona und den entsprechenden Führerschein für den ansonsten mit den Öffentlichen doch recht beschwerlichen Weg zur Uni. Gegebenenfalls würde ich auch über Werbung auf Motorhaube oder Tankdeckel verhandeln – nur, falls jemand Interesse hat…

Jedenfalls hat mich mit 18 oder 20  nicht die Panik gepackt – und  sie tut es auch diesmal nicht. Mit 40 berichte ich dann nochmal an dieser Stelle: Live aus der Midlife-Crisis ;)

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Perspektivwechsel

27. Februar 2009 Neri 4 Kommentare

Das Leben wirklich objektiv zu betrachten gelingt einem erstaunlicherweise oftmals nur im Vergleich mit der Umwelt. Vielleicht weiß man ja sogar zu lieben und zu schätzen, was man hat – aber man würdigt es oft erst richtig, wenn einem vor Augen geführt wird, wie es einem ohne dies gehen würde.
Wenn Menschen, die einem nahe stehen teils tragische Verluste erleiden, stimmt einen das schon sehr nachdenklich. Und doch schlägt der Versuch, sich in eine ähnliche Lage zu versetzen   schwer, da der eigene Geist sich dagegen verwehrt, sich Vergleichbares auch nur vorstellen zu müssen.
Plötzlich erscheinen Probleme des Alltags  wieder ebenso  nichtig, wie sie eigentlich tatsächlich sind. Und Kleinigkeiten – Dinge, die man für selbstverständlich genommen hat, erhalten ihren ursprünglichen Glanz zurück.
Das Leben und Du: Nicht erst morgen. JETZT!

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Freiheit

15. Februar 2009 Neri 8 Kommentare

Während die Vorbereitungen aufs 1. Staatsexamen zunächst für einen kurzfristigen Anstieg der hiesigen Beitragsfrequenz sorgten (Stichwort Schweinehund), mußte die Bloggerei schlußendlich in den Endzügen der Lernerei komplett zurückgestellt werden, Das bißchen Freizeit, was übrig blieb, stand eindeutig meinen Mädels zu.
Nachdem nun aber die Schlacht erfolgreich geschlagen ist und sich aufgrund organisatorischer Hürden der Wechsel an die Uni Leipzig noch ein wenig hinzieht, gilt es, wenigstens irgendwie am Ball zu bleiben und die Zeit eingermaßen  sinnvoll zu nutzen. Nicht zuletzt in perspektivischer Hinsicht.
Zunächst hat sich aber in den letzten Wochen eine kleine ToDo-Liste angesammelt, auf deren Abarbeitung ich mich unglaublich gefreut habe, bzw. es immer noch tue:

  • Baby-Tour durch Berlin. Alte Freunde besuchen und sich gegenseitig den Nachwuchs vorstellen.
  • Besuch eines skandinavischen Möbelhauses (obligat) und derer Konkurrenten (fakultativ).
  • Einige Lehrbücher zu Geld machen, Aufzeichnungen aus den vergangenen vier Semestern vernichten und Platz schaffen. Vorher zwischen Brandbeschleuniger und Altpapiercontainer wählen.
  • Überfälliges Geburtstagseschenk fertigstellen und auf denPostweg bringen.
  • Familienflügel anrufen und ebenfalls überfälligen Besuchstermin vereinbaren.
  • Kindergartenanmeldung vornehmen  - idealerweise mit vorhergehender Besichtigung, etc.
  • Innenstadt-Bummelnachmittag mit Besuch der medizinischen Buchhandlung… hab jetzt  Lust auf mehr!
  • Bei der Gelegenheit gleich  Silberling mit Symbolwert erwerben. Semper fi!
  • Intensive Bemühungen um Nebenjob… vorzugsweise im medizinschen Bereich. In Berlin ganz einfach, in Leipzig aber  irgendwie kompliziert. Schon komisch.
  • Reisebegleitung der Schwiegereltern ins 21. Jahrhundert fortsetzen… Laptop fit machen und DSL einrichten. Yes we can!
  • Wiederauferstehung des Podcasts und Start einer medizinischen Beitragsserie vorantreiben.
  • Recherchen zum Thema Kindersitz (Klasse I) und Hochstühle aufnehmen.
  • Zum Baby-Schwimmen anmelden.
  • Neuen Perso abholen (beantragt im letzten Jahr).
  • Rechtsschutz kontaktieren und ggf. nen Advokaten auf den Urheber leerer Versprechungen ansetzen. Pacta sunt servanda!

Hm… da fehlen sicherlich noch 2-3 Topics. Dementsprechend wird die Liste also erweitert bzw. Erledigtes gestrichen.

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BESTANDEN!!!

10. Februar 2009 Neri 17 Kommentare

Physikum  Erster Abschnitt der Ärztlichen Prüfung 2009      R

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