Der Papa schüttelt’s Bäumelein…
5 Wochen ist unsere kleine tagesstrukturierende Maßnahme nun alt. Zeit, meinen Platz im elterlichen Schlafzimmer zurückzuerobern! Ich hatte mich ja nach zunächst freiwillig ausquartiert, da meine doch recht ausgeprägte Rhonchopathie sicherlich wenig förderlich im Sinne einer Erholung von den Strapazen der Geburt gewesen wäre – weder für Madame, noch für den Nachwuchs…
Die ersten beiden Nächte zu Dritt liefen auch überraschend gut – zumindest aus Sicht der Damen. Frau Mama freut sich frauentypisch über eine zusätzliche Wärmequelle und Kind 1.0 zeigt sich völlig unbeeindruckt von meinem Gaumenflattern.
Ich hingegen sehe mich schlagartig mit spontan einsetzenden Grunz- und Quietschlauten unseres Nachwuchses in direkter Nähe konfrontiert. Irgendwas zwischen südlichem Gollum (Klickbefehl!) und Walgesängen dringt da plötzlich aus der Stille zu mir herüber und reißt mich unsanft aus meinen Träumen…
Der versuchsweise Einsatz von Ohrstöpseln zur Erhöhung des Schlafkomforts verlief wenig befriedigend. Die Dinger nerven und verunsichern mich irgendwie – auch, wenn man die Kindsgeräusche durchaus weiterhin wahrnimmt.
Macht aber nix. Schlußendlich, nach einigen verpassten REM-Phasen stören einen die periodischen Schlafunterbrechungen auch irgendwie garnicht mehr… zumindestens vorerst. Im Gegenteil: Man entwickelt eine gar buddhistische Einstellung zu dieser Art nächtlicher Ruhestörung und beginnt irgendwann, jedes Quieken nur noch mit einem müden, aber zufriedenen Lächeln zu bedenken. It must be love, love, love!
Zeitweise spielt man gar mit dem Gedanken, den Tag nicht wie gewohnt erst um zehn Uhr, sondern vielleicht doch schon um 5(!) zu beginnen. Soll ja Leute geben, die das so machen. Hab ich früher schließlich auch geschafft, aber da war ich ja auch noch jung. Man könnte ja der Erste(!!) beim Bäcker sein, noch warme Brötchen abstauben und dann gleich noch mal rüber zum Supermarkt und ein paar Dosenbirnen(!!!) organisieren… denkt man sich, bevor man glücklicherweise doch wieder in eine barmherzige Ohnmacht zurückfällt – nachdem man sich schlaftrunken noch schnell lüstern ein Leberwursttoast(!!!!) verinnerlicht hat.
Gute Nacht, meine Lieben!


Mal ‘ne ganz dumme Frage: Wie heißt denn Kind 1.0? Hab ich das überlesen?
Nach dem Befolgen des Klickbefehls und dem Horrorvideo wird frau mit wunderbarer Musik belohnt – recht geschickt aufgebaut Pappa Neri
Übrigens sind doch zwei, höchstens mal drei Störungen pro Nacht nicht wirklich schlimm …
Bei männlichem Nachwuchs ist eine 3-Monatskolik ziemlich häufig und das kann echt an den Nerven zerren …
Liest sich ja ganz lustig, ist aber bestimmt schön anstrengend. Aber tröstenSe sich, Herr Neri: Alles was nicht tötet härtet ab
Ich möchte es mal so sagen, Herr Neri: gewöhnen Sie sich besser daran
@Sebbi: Du wurdest erleuchtet?
@Charisma: Die Verdauung ist gottlob absolut kein problem. Mini-Frau ist multitaskingfähig: Sie saugt und pupst synchron!
@Flocke: Ich werd mal mein Mikrofon-Setup überm Bettchen installieren und der geneigten Leserschaft einen Eindruck vermitteln
@agi: Ich hab’s befürchtet