Kinder: Betreuungsplätze in Leipzig – Neues Vergabeportal des Jugendamtes
Manch einer hat ja schon nicht mehr daran geglaubt, dass aus diesem Projekt wirklich noch einmal etwas werden könnte. Vor rund 2 Jahren begann die Umstellung der dezentralisierten, autonomen Vergabe von Krippen- und KiTa-Plätzen auf ein zentralisiertes Internetportal des Jugendamtes.
Was sich zunächst einmal nach einer recht einfachen Datenbanklösung anhört, war dann aber offenbar doch recht schwer zu realisieren. Ob es nun an einem Dienstleister oder mangelhafter Zuarbeit der einzelnen Träger handelte - der normalsterbliche Bürger weiß es nicht. Was unzählige Eltern aber, ebenso wie wir, allen vollmundigen Konzeptversprechungen zum Trotz am eigenen Leib erleben durften, war ein recht einfach gestricktes Online-Formular, welches auf Nachfrage nach freien Betreuungsangeboten in der Regel schlicht und einfach eines angab: Keine freien Plätze! Kunststück, waren ja auch nur ein Bruchteil der Einrichtungen im Stadtgebiet eingepflegt. Und das, so hatte man das Gefühl, auch nicht unbedingt mit stetig aktualisierten Datensätzen.
Auch auf der Suche nach einer Tagesmutter als Alternative war man nahezu komplett auf sich allein gestellt. Von den öffentlichen Stellen, bei denen wir unser Gesuch zwecks Vermittlung abgaben, haben zumindest wir nie wieder etwas gehört. Unseres Wissens nach teilten aber nicht wenige Leipziger Eltern dieses Schicksal. Ich persönlich habe ganze drei Arbeitstage darin investiert, mit dutzenden von Kindertageseinrichtungen und gefühlt hundert Tagesmüttern zu telefonieren, um mich nach einem freien Platz zu erkundigen. Eine massiv ernüchternde und frustrierende Beschäftigung, kann ich sagen. Zumindest in der Messestadt.
Doch genug der nachtragenden Worte: Jetzt soll ja endlich alles besser werden, propagiert sinngemäß das Jugendamt in einem Artikel der LVZ-Online – auch, wenn das Kind auf der Startseite zugegebenermassen wirklich recht skeptisch dreinschaut. Wie auch immer: Auf der neuen Internetpräsenz www.meinkitaplatz-leipzig.de sind aktuell wohl nicht alle, aber ein Großteil der Tagespflege- und Krippen- bzw. Kindertageseinrichtungsplätze abrufbar (und bei Interesse auch 6 Monate im Voraus reservierbar). Diese Aussage darf man sicherlich, mit der Ahnung, dass viele Tagesmütter nicht unbedingt zur internetaffinen Bevölkerung gehören (und folglich ihre freien Plätze kaum einpflegen und aktuell halten werden), zumindest hinsichtlich der Tagespflegeangebote bezweifeln. Ähnliches kann man auch dem o.g. LVZ-Artikel entnehmen. Das Amt sei jedoch bemüht, zeitnah möglichst alle Einrichtungen in das Vergabe-System einzubinden.
Ein Problem, dass hierdurch freilich nicht gelöst ist, dürfte der ganz offensichtliche Mangel an Betreuungsplätzen sein. Ein Thema, auf das an dieser Stelle aber vorerst nicht eingegangen werden soll. Nützlicher ist sicherlich der Hinweis auf die seitens der Stadt Leipzig im Netz eingestellten Informationen zur Kindertagespflege, in deren Randinformationen auch diverse Ansprechpartner/Vermittler von Tagespflegeplätzen verlinkt sind. Denn - zumindest ahnen wir es – ganz ohne etwas Eigenrecherche wird es bis auf Weiteres sicher immer noch nicht auf die Schnelle ein passendes Betreuungsangebot geben…
Im Notfall machen Sie es doch einfach so, wie wir. Tagesmuttis sind üblicherweise leicht zu erkennen: Denn die meisten Damen gebären im Regelfall keine Vier- oder gar Fünflinge. Sollten Sie also mal eine Frau mit mehreren kleinen Zwergen im Gefolge oder einem dieser typischen Holzwagen in Ihrer Wohngegend oder auf Spielplätzen in der Nachbarschaft sehen – sprechen Sie sie doch einfach mal freundlich an. Besser früh, als zu spät
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Also das mit dem Elternportal wurde auch mir Nahe gelegt, aber das ist ja mal ne Lachnummer. Kann man eingeben was man will, KEINE PLÄTZE VERFÜGBAR. Auch ich habe mich jetzt Tagelang mit Kitasuche und Kitabesuche und Anfrufen die Zeit um die Ohren geschlagen und bisher ohne Erfolg. Das ist schon echt depremierend. Dass diese neuen Portale und Internetseiten das wahre Problem nicht lösen, stimmt auffallend. Es gibt einfach zu wenig Plätze, zu wenig Unterstützung und einfach keinen richtigen Ansprechpartner. Hier ist man auf Glück und eine Menge Geduld und gute Nerven angewiesen.
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