Musikalische Globalisierung

Ich bin ja “exotischen Klängen” gegenüber  recht aufgeschlossen. Dazu müssen sie nichtmal unbedingt dem  europäischen Geschmack entsprechend angepasst aufbereitet werden. Schadet aber auch nicht unbedingt.
Bollywood hat’s vorgemacht und stürmte z.B. mit dem durchaus sehenswerten Bharati  und    gefühlt 1400    Shahrukh Khan-Filmchen die DVD- und CD-Player der Deutschen. Die Türkei hatte ja auch schon so einige Vertreter in den hiesigen Charts und Osteuropa pusht sich regelmäßig zum Eurovision Song Contest in unsere Gehörgänge – mal mehr, mal weniger hörbar.
Und nun schickt sich auch die Volksrepublik China an, sich ihr Stückchen  westlicher Medienlandschaft zu erobern: Was mit Schiller feat. Lang Lang  seinen Anfang nahm, soll offensichtlich Nüzi shier yuefang (engl.  12 Girls Band), Produkt chinesischer Elite-Musikschulen (über deren mutmaßlich zweifelhafte Methoden  ich an dieser Stelle nicht weiter nachgrübeln mag) fortsetzen. Fakt ist, dass das Ergebnis angenehm hörbar ist. Kostprobe gefällig? Während “Jasmine Flowers” ein heimisches Motiv aufgreift, gehören neben klassischen Werken und Weihnachtsliedern auch Coverversionen aktueller Pop-Nummern zum Repertoire der Mädels, bspw. Coldplay’s Meisterwerk “Clocks“.
Die dazugehörigen Longplayer sind hierzulande allerdings nicht wirklich erschwinglich – allenfalls über Musikdownload-Portale – was sich aber sicherlich ändern dürfte, sobald irgendwann eine Europa-Tournee ansteht.
Aber wir haben ja alle Internetz – da können wir ja z.B. via der entsprechenden Last.fm-Seite kostenlos lauschen…

05. Januar 2009 von Neri
Kategorien: Soundtrack eines Lebens | Schreibe einen Kommentar

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