Partnersuche – Das Kennenlernen

Wo finde ich einen Partner/eine Partnerin?
Ich bin ja gottlob mit dem Kapitel Partnersuche endgültig durch, aber die Thematik begegnet einem ja doch immer wieder. Sei es nun hinsichtlich einer/s einsamen Freundin/es oder in den Medien.
Ich hab da mal ein kurzes Brainstorming gemacht und alle mir spontan einfallenden Lokalitäten aufgelistet:

Diskothek/Konzert - Auch wenn man immer wieder davon liest: Diskotheken sind meiner Ansicht nach mit einer der schlechtesten Orte, um eine(n) Partner zu finden – es sei denn, man sucht das kurze Abenteuer für eine Nacht und trifft zufällig auf willige Beute. Mag aber auch sein, dass mein Erfahrungsschatz da einfach zu klein ist. Schließlich hält sich meine Begeisterung für alkoholisiertes Möchtegern-Poser-Gehabe und Tussi-Deluxe-Look gepaart mit Getränkepreisen wie in 5-Sterne-Hotels in äußerst überschaubaren Grenzen. Zu laut, zu oberflächlich.

Über Freunde - Definitiv der Königsweg! Unkomplizierte Kontaktaufnahme, meist exisitierende Gesprächsgrundlagen, Profilvervollständigung mittels Freundeskreisbefragung sowie inszenierbare Möglichkeit des “zufälligen” Wiedersehens. As easy as it gets!
Setzt allerdings voraus, dass man sich nicht nur in einer geschlossenen Personengruppe bewegt, in die nur alle Jubeljahre jemand vordringt… sonst geht da garnix.

Arbeitsplatz - Statistisch gesehen die erfolgversprechendste Variante. Kann ich nur bestätigen. Aber Vorsicht! “Never fuck a company member!” heißt es doch – und das zu recht! Geht nämlich zwischenmenschlich irgendwas schief – ganz egal in welchem Stadium – so droht potentiell großes Unheil. Erst recht, wenn dann ein(e) andere(r) Kollege/in eine Rolle spielt. Denn man muß ja wohl oder übel auch weiterhin miteinander auskommen, da man sich am Arbeitsplatz schlecht aus dem Weg gehen kann. Nichtsdestotrotz: Die Chancen stehen hier alles andere als schlecht!

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Internet - Ich hätte bis vor ein Jahren noch verbittert die These vertreten, dass man übers Netz nicht den Partner fürs Leben findet. “Pure Geldschneiderei – da wird Kasse mit der Verzweiflung der Menschen gemacht!“, habe ich gewettert…
Eben das Leben hat mich aber Lügen gestraft. Immerhin habe ich Madame mehr oder weniger übers Internet kennengelernt (wenn auch im Rahmen gemeinsamer Bekanntschaften). Und auch im Freundeskreis finden sich neben etlichen kurz- bis mittelfristigen Bekanntschaften auch so einige langjährige und überaus glückliche Paare, die sich in den Weiten des Netzes gefunden haben. Einen Versuch ist es also allemal wert – nicht zuletzt, weil es schnell, unkompliziert und zunächst unverbindlich ist. Man hat quasi nicht viel zu verlieren…

Purer Zufall (Supermarkt/Park und ähnliches) - Diesbezüglich kann ich persönlich nur mit einem Erfahrungswert aufwarten – der für mich mit einem schweren Knacks im jugendlichen Selbstbewußtsein endete. Zumindest temporär – denn einige Jahre später war ich schon wieder recht stolz darauf, einstmals in einem pubertären Anflug von Größenwahn den Mut aufgebracht zu haben, mit einer unglaublich billigen Anmache ein wildfremdes Mädchen in der U-Bahn angequatscht zu haben.
Für eloquente Redner und Selbstdarsteller sicherlich eine mögliche Perspektive – für Smalltalk-talentfreie Figuren wie mich allerdings kaum erfolgsträchtig.

Die Diskussion ist eröffnet ;)

04. Januar 2009 von Neri
Kategorien: BlaBla, Nachgefragt | Schlagwörter: , , , , , , | 12 Kommentare


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Kommentare (12)

  1. zum Arbeitsplatz:
    Eigentlich heißt es nur Never fuck the same Kostenstelle

  2. Nummer 1 war der beste Freund einer Internetbekanntschaft – eine Mischung aus “über Freunde” und “Internet” wohl. Es endete recht schnell, weil ich das Chatten nicht lassen wollte und Nummer 2 kennenlernte. Mit Nummer 1 bin ich allerdings bis heute sehr gut befreundet. Nummer 2 also “übers Internet”. Nummer 3 dann sowas wie “am Arbeitsplatz”, damals eben noch in der Schule. Immerhin, es hielt für Teenieverhältnisse recht lange, aber das angesprochene Problem hatten wir dann auch. Gut, dass das Abi nicht mehr weit war und man sich doch recht schnell aus dem Weg gehen konnte.
    Nummer 4, der letzte aber eindeutig beste der Reihe, ist mein Mann. Kennengelernt über eine Kontaktbörse im “internet”. Es gibt sie, diese Lieben übers Netz. Ganz eindeutig. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich glücklich bin?
    Von meiner Seite aus ist die Internetbilanz gar nicht so übel. Also, werte unfreiwilligen Singles, probiert es.
    Meine Mutter – nebenbei bemerkt – hat meinen “zweiten Papa” übrigens auch über eine Kontaktbörse im Netz kennengelernt. ;)

  3. Freundin 1 und 2 habe ich über den Freundeskreis kennen gelernt, das war aber Anfang dieses Jahrtausends.

    Schwarm 1 und 2 ebenfalls über den Freundeskreis, Schwarm 3 über einen gemeinsamen bekannten und dann den Kontakt über ICQ, der seit Jahren anhält. Lezterer Schwarm hat ihren Freund allerdings über das i-Net kennen gelernt, jedoch nicht über eine Partnersuchseite, sondern über ein Forum für erotische Geschichten.

    Was Partnersuchseiten angeht, so ist es wirklich das gnadenlose Geschäft mit der Liebe. Abzocke, denn meistens hat man nicht einmal halb soviele Funktionen in der kostenlosen Version. Dazu kommt noch, dass wir wohl ohne i-Net nicht mehr das einfachste hin bekommen. Alles über das i-Net, eMails, Chat, … Und was ist mit einem Kurzgespräch (Entschuldigung liebe Neudeutsche, das Wort Kurzgespräch heißt in Denglisch “smaltalk”) in freier Wildbahn? Man verlernt es, denn es gibt ja eMails, SMS, etc. Mag sein, dass die Frauen auf Partnersuchseiten die besseren Karten haben, denn oft ist es so, dass diese nichts bezahlen müssen, da es immer mehr als doppelt so viele Männer gibt wie Frauen auf diesen Seiten. Schlechte Chancen dann aber auch für normale Jungs Marke Durchschnittstyp. Man(n) geht unter.

    Die Tanzveranstaltung namens Disco erachte ich aber auch für den falschen Ort, um wirklich jemand kennen zu lernen. Aber da habe ich bei meinen wenigen Besuchen kaum erfahrung sammeln können.

    Mein absoluter Favorit und top Tipp ist der Freundeskreis – wo auch sonst. Neri hat alle Vorzüge schon genannt. Voraussetzung ist aber auch ein intakter Freundeskreis.

  4. Ich habe meinen Liebsten auch im Internet gefunden … und ich kann nur sagen: Klappt! :)
    Hätte ich vorher auch nie gedacht.

  5. Man(n) geht unter? Also bitte. So als Frau auf einer Partnerbörse kann ich nur sagen, dass die werte Männerschaft das in der Regel selbst zu verschulden hat. Mit einem “Hi, wie gehts?” kommt man nicht sehr weit, weil Frau einfach nicht auf jede “Hi, wie gehts?”-Mail anworten kann, davon gibts zu viele. Das heisst man(n) kann nur auf 2 Arten punkten: entweder das Profil gibt was her oder man lässt bei der Kontaktaufnahme seiner Kreativität freien Lauf.
    Normale Jungs Marke Durchschnittstyp könnten mich auch in einer Disco, einem Park oder einer Party bei Freunden nicht überzeugen, da ist das Medium Internet sicher nicht der Schuldige. :cool:

  6. die bessere hälfte und ich haben uns damals im parkhaus kennengelernt, wo sie ihren zündschlüssel von innen stecken liess. da hab ich ihr erstmal das auto geknackt… :cool:
    worauf sie mich doch wenig später zum essen eingeladen hat. und da hats dann geschnackelt. lag wohl an meinem umwerfenden charme…

  7. @flash: Wie auch immer – Du sollst nicht am Arbeitsplatz pimpern!

    @Agi: Offensichtlich sind wir nicht die Einzigen mit Internetliebschaft… allerdings ist das ja auch recht unrepresentativ, wenn man sich hier unter lauter internetaffinen Menschen “umhört” ;)
    Und was verstehst Du unter dem Durchschnittstyp? Iss das auf die Optik bezogen, oder auf den Inhalt? :roll:

    @2BG: Was verstehst Du denn unter “Durchschnittstyp”?

    @Chi: Sag ich doch ;)

    @Hans: DAS ist so eine Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann! Danke, dass Du sie (kurz) erzählt hast… vielleicht auch ne Idee für einen ausführlicheren Beitrag bei Dir?

  8. schaun mer mal, was die bessere hälfte von dem vorschlag hält… :roll:

  9. Ich bin Wiederholungstäterin in Sachen Onlinebekanntschaft — allerdings nie über Partnervermittlungsbörsen o.ä.
    Im ersten Fall als User in der gleichen Mailbox (daaaaamals gab’s noch kein Internet im heutigen Sinne) und im letzten und aktuellen Fall über ein Onlinespiel. Kennengelernt und getroffen vor etlichen Jahren, gefunkt hat’s jetzt erst (über Skype). :mrgreen:

  10. Meine Schwester hat ihren Traumprinzen übers Internet gefunden beim Musikchat und nun sind sie schon sechs Jahre verheiratet. Es ist einfach DAS Medium der Zeit, daran führt kein Weg vorbei, trotz aller Gefahren.

  11. Ich muß übrigens gestehen, mir fällt es immer noch manchmal schwer, das zuzugeben. besonders bei leuten, die ich kaum oder gar nicht kenne.
    da lüge ich manchmal.
    dabei ist es ja eigentlich nichts peinliches.
    manchmal wüßte ich gerne, wieviele blogger beziehungen via internet gefunden haben. vielleicht sollte ich doch auch mal darüber bloggen. hm.
    bei uns war es übrigens eine partnerbörse, wenn auch eine (wie ich finde) sehr sympathische: http://www.datingcafe.de
    :)

  12. Eigentlich hab ich nur den Wortlaut von 2BG übernehmen wollen. Die Interpretation dessen überlasse ich ihm ;)

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