Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Eurem Entschluß! Und der- bzw. demjenigen von Euch Beiden, der die Frage aller Fragen gestellt hat, ein virtuelles Schulterklopfen. Das ist nämlich keineswegs so einfach, wie es im Fernsehen immer aussieht!
Speichert Euch diesen Ratgeber ruhig als Lesezeichen. Ihr werdet die Checkliste sicherlich nicht auf einmal aufmerksam durchlesen bzw. sofort aufnehmen können und vielleicht nochmal wiederkommen wollen. Wir würden uns freuen! Doch genug der Vorrede…
Wie plane ich nun (m)eine Traumhochzeit?
Budget
Zunächst einmal sollten Mann und Frau sich hinsetzen und ganz realistisch einschätzen, über welche finanziellen Rücklagen sie verfügen. Macht Euch da nix vor: Nichts ist frustrierender, als riesige Luftschlösser zu bauen und dann einen langen Weg auf den Boden zurückzufallen. Ganz egal, was Euch vorschwebt – BEVOR Ihr mit der Planung anfangt, solltet Ihr Eure Grenzen kennen!
Natürlich könnt Ihr Euch in der Familie mal nach möglichen Sponsoren umhorchen. Oftmals kommen da von ganz allein Angebote der Kostenübernahme. Wie auch immer: Ihr braucht ein Limit nach oben! Und auch wenn Buchhaltung nicht zu Euren Leidenschaften gehört – führt Buch über Eure Auslagen, damit Ihr nicht den Überblick verliert und am Ende eine böse Überraschung erlebt. Bitte rechnet aber nicht mit imaginären Beträgen, die Ihr glaubt, möglicherweise zur Eheschließung geschenkt zu bekommen. Hierbei handelt es sich entweder um Euren Notgroschen oder aber um einen erfreulichen Bonus in der Endabrechnung. Keinesfalls aber um eine Finanzierungsgrundlage!
In aller Regel wird dieser Schritt für Euch der Schwerste. Denn wenn Ihr Euch über Geld gar keine Sorgen machen müsstet, hättet Ihr schon einen Wedding-Planer engagiert und würdet jetzt nicht mehr im Internet nach Hilfe suchen. Ihr nickt – ich weiß es. Und Ihr werdet vielleicht tatsächlich zu dem Schluß kommen, dass Eure Idealvorstellung zu teuer ist. Nein, es wird Euch nicht möglich sein, mit einer 150-köpfigen Gesellschaft in weißen, klimatisierten Kutschen nach Notre-Dames zu pilgern, dann ein 5-Gänge-Menü zu geben und schließlich mit Euren besten Freunden für 3 Monate per Charter-Flug in die Karibik zu jetten, um auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik jeden Abend eine rauschende Cocktail-Party zu feiern…
Ich sag Euch was: Eure Hochzeit wird trotzdem absolut super! Es ist EUER Tag – und den kann einem eigentlich mit der richtigen Einstellung auch garnichts vermiesen – außer vielleicht die eigene Erwartungshaltung!
Literatur
Natürlich gibt es Unmengen an Literatur zum Thema Hochzeitsplanung. Die meisten unterscheiden sich inhaltlich marginal – sind aber teils in extrem unterschiedlichem Stil geschrieben. Vom trockenem Ratgeber bis hin zum fast satirisch anmutenden Erfahrungsbericht finden sich unzählige Titel, die um die Käufergunst buhlen. Uns persönlich hat beispielsweise “100% Hochzeit: Der etwas andere Ratgeber zur Hochzeitsvorbereitung”* zumindest gut unterhalten. Ob man am Ende so einen gedruckten Ratgeber braucht, sei dahingestellt – offensichtlich verfügt Ihr ja über einen Internet-Zugang, wenn Ihr hier gelandet seid
Trauzeugen
In den meisten Fällen wird es nicht lange dauern, eine Entscheidung hinsichtlich der Trauzeugen zu treffen. Meist hat man ja doch schon jemanden im Auge. Den oder die beste Freund/in, Geschwister oder sonst jemandem, der einem irgendwie näher steht. Meinem persönlichen Empfinden nach sollten es die Trauzeugen sein, die (gleich nach der Familie) von Eurer Eheschließungsabsicht in Kenntnis zu setzen und um Ihren Beistand zu fragen sind. In den seltensten Fällen wird man keine Mitfreude und Unterstützung erfahren – aber es tut gut, sich dessen bewußt zu sein und jemanden zu haben, der (fast) von Anfang an mit einem fiebert. Außerdem braucht Ihr Beistand – doch dazu mehr im nächsten Abschnitt…
Orga-Team / Ansprechpartner
Tatsächlich kann es nicht schaden, sich Hilfe zu holen. Und die gibt es in diesem Falle in der Regel sogar kostenlos im Freundes- und Familienkreis. Ein Organisations-Team muß her! Zum einen ist es ziemlich aufreibend, sich um alles alleine kümmern zu müssen. Zum anderen werdet Ihr es zu schätzen wisssen, am Tag Eurer Trauung bzw. der Feier einfach nur genießen zu können. Es gilt also Personen zu finden, denen Ihr vertraut und die idealerweise noch ein wenig planerisches Talent mitbringen, ohne unter Druck in hysterische Panik auszubrechen. Eure Trauzeugen sind da vielleicht schon mal im Fahndungsraster. Aber sicher finden sich auch unter Euren Freunden oder Verwandten noch Kandidaten für den ein oder anderen Posten.
Irgendjemand sollte beispielsweise Ansprechpartner für Eure Gäste hinsichtlich der Abendgestaltung, also des Ablaufs der Feierlichkeiten sein. Oftmals wollen Freunde und Verwandte eigene Programmpunkte wie Spiele, Reden, musikalische Beiträge oder sonstige Überraschungen beisteuern, von denen Ihr als Brautpaar im Vorfeld nichts erfahren sollt. Eben diese sollten halbwegs sinnvoll geplant und zeitlich abgestimmt werden. Wenn Ihr für den Job jemanden im Auge habt, ruft sie bzw. ihn direkt an oder fragt idealerweise persönlich nach, ob die Bereitschaft besteht, diese Aufgabe zu übernehmen und Ihr die entsprechenden Kontaktdaten an Eure potentiellen Gäste weitergeben dürft. Ein Gelegenheit wäre z.B. die Verkündung Eurer Verlobung. In der Regel wird die betreffende Person sich sicherlich geehrt fühlen und zustimmen.
Klare Ansagen!
Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist es dann, eben dieser mit der Ablaufplanung betrauten Person auch direkt und konkret Eure ganz persönlichen No-Gos mitzuteilen und darum zu bitten, diese mit entsprechend Nachdruck auch nach Außen hin zu vertreten. Wir haben beispielsweise ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir keine Brautentführung wünschen (unserer Ansicht nach hätte so etwas zu hohe Kosten und zu hohes Zeit-Investment abseits der Feierlichkeiten und geladenen Gäste, für die man so lange und hart gearbeitet hat, verursacht). Macht nicht zu viele Vorschriften hinsichtlich dessen, was Ihr möchtet. Bleibt offen und lasst Euch überraschen. Aber macht klar, was für Euch keinesfalls in Frage kommt!
Brautjungfern & Blumenkinder
Möchtet Ihr Brautjungfern und Blumenkinder? Dann informiert die entsprechenden Kandidaten nicht erst kurz vor der Angst darüber. Vielleicht sollen die Brautjungfern (Im altertümlichen Aberglauben dazu gedacht, böse Geister zu verwirren und von der Braut abzulenken) ja tatsächlich ganz traditionell die gleichen oder ähnliche Kleider tragen. Und so manch ein Blumenkind will schon ein paar mal angeleitet werden, bis es versteht, wie es mit so einem Blumenkörbchen (kann man übrigens auch bei Blumenläden leihen – mehr dazu weiter unten) bzw. dem Inhalt planungsgemäß umzugehen hat, wenn Ihr versteht. Wir haben Kleinkinder schon während der Zeremonie Blüten naschen sehen
Hochzeits-Homepage
Heutzutage verfügt quasi jeder über einen Internetzugang. Ok – Oma und Opa vielleicht nicht unbedingt, aber Eure Eltern sind sicherlich auch schon “drin”, oder? Was liegt da also näher, als eine Homepage einzurichten, auf der Ihr den Fortschritt Eurer Vorbereitungen in Text und Bild dokumentiert, Anfahrt-Infos für Eure Gäste, die Kontaktadressen Eurer Planungs-Helfer, Euren Wunschzettel, ein Gästebuch und ähnliches online zur Verfügung stellt. Dass vermutlich die wenigsten unter Euch über einschlägige Erfahrung im Webhosting und Webdesign verfügen, ist dabei kein Hindernis. Eine Vielzahl von Drittanbietern stellt nach eigenen Wünschen anpassbare Vorlagen zur Verfügung, die man mit eigenen Texten und Bildern bereichern kann. Das Ganze ist natürlich auf Wunsch ausschließlich passwortgeschützt abrufbar, also nur für geladene Gäste einzusehen. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, später Bilder von der Hochzeit hochladen zu können, so dass Eure Gäste diese zeitnah online zu Gesicht bekommen und sich ggf. selbst die gewünschten Abzüge bestellen können.
Kirche
Ihr gehört Beide der selben Konfession an? Glückwunsch! Einfacher geht nicht. Gehört Ihr jedoch unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften oder gar keiner an, wird es schon schwierig. Letztlich gibt es aber für fast alle Fälle eine Lösung. Ich als Atheist bspw. wurde letztlich in einer evangelischen Kirche von einem altkatholischen Pfarrer mit meiner evangelischen Frau vermählt. Fragt einfach mal beim jeweiligen Pfarramt (Adresse und Telefonnummer stehen meist im Schaukasten der jeweiligen Wunschkirche) nach, ob und in wie weit eine Hochzeit dort für Euch möglich ist, bzw. welche Maßnahmen hierfür erforderlich sind. Achja: Meist wird man von Euch für die Zeremonie (und die Endreinigung) keine Gebühr, sondern “lediglich” eine Spende erwarten – kommt de facto aufs selbe raus, klingt aber besser.
Standesamt
Beim örtlichen Standesamt sollte man sich vorab um seinen Wunschtermin bemühen. Erst recht, wenn man nicht am eigenen Wohnort, sondern in einer anderen Stadt heiraten möchte. In jedem Fall führt der Weg nämlich zunächst über die örtliche Vertretung, die dann ans Standesamt des Wunschortes vermittelt. Und ja – leider fallen auch hier Gebühren an. Erst Recht, wenn man einen exklusiveren Rahmen wünscht, als das Trauzimmer des Standesamtes selbst. Vielerorts besteht z.B. die Möglichkeit, die Trauung vorm Gesetzgeber auch in einem nahegelegenen Schloß o.ä. durchzuführen. Gegen fürstliche Bezahlung, versteht sich.
Habt Ihr Euch schon Gedanken gemacht, ob Ihr die standesamtliche und die kirchliche Trauung an einem oder getrennten Tagen vollziehen wollt? Beides auf einmal kann nämlich, abhängig von den sonstigen Rahmenbedingungen, durchaus stressig werden.
Gästeliste
Ein schwieriges Thema – welches noch für viel Kopfzerbrechen sorgen wird. Doch dazu später mehr. Zunächst einmal solltet Ihr eine zwanglose, unverbindliche Liste mit Personen erstellen, die Ihr gerne zu Eurer Hochzeit einladen möchtet. Schreibt ruhig erstmal jeden auf, von dem Ihr es Euch auch nur vorstellen könntet. Ausdünnen werdet Ihr die Liste in jedem Falle später. Ihr werdet vermutlich schnell auf ein paar Dutzend potentielle Gäste kommen – selbst bei kleinem familiärem Umfeld. Und schnell wird klar werden, dass man leider doch selektieren muss und nicht jeden entfernten Bekannten einladen kann.
Sitzplatzverteilung
Ein mittelschwerer Albtraum: Wer kann mit wem? Wer kann sich garnicht riechen? Wer muß nahe beim Brautpaar sitzen? Wer könnte sich alleine fühlen, weil er niemanden der Anwesenden kennt? Und welches Small-Talk-Genie könnte man ihm/ihr zur Seite stellen (oder besser setzen), ohne anderswo eine vielleicht schon bestehende Gruppe auseinanderzureissen.
Zunächst einmal solltet Ihr Euch über die Anordnung der Tische/Stühle in den von Euch gewählten Räumlichkeiten im Klaren sein. So vorhanden wird Euch der Inhaber hierbei sicherlich beratend zur Seite stehen. Am Besten malt Ihr zunächsteinmal einen Plan mit allen Tischen und Stühlen in ausreichender Größe. Bewaffnet mit einem Bleistift könnt Ihr dann anfangen, Euch eine sinnvolle Sitzordnung auszudenken. Apropos Bewaffnung: Der Mann geht und sitzt im Übrigen üblicherweise links neben seiner Gattin. Warum? Weil man füher das Schwert links trug und dieses im Ernstfall ziehen können wollte, ohne die Dame seines Herzens zu verletzen
Wunschzettel
Auch, wenn es Euch vielleicht altmodisch vorkommt: Ihr solltet eine Liste gern gesehener Hochzeitsgeschenke erstellen. Ihr werdet sehen, dass es so einige Gäste gibt, die mit der Frage nach Euren Wünschen an Euch herantreten werden. Und irgendwie kann es dann schon recht unangenehm sein, in Gedanken dann fieberhaft zu überlegen, welches Geschenk bzw. welche Preiskategorie nun für den Fragensteller die Richtige ist. Erstellt Ihr aber eine Liste mit Wünschen aus diversen Preisklassen, so können die Gönner selbst wählen, was sie ausgeben können oder möchten.
Den Wunschzettel könnt Ihr entweder zu den Begleitinfos Eurer Einladungsschreiben, oder etwas moderner auf Eurer persönlichen Hochzeitshomepage (siehe oben) oder bei einem externen Anbieter hinterlegen. Ein Hochzeitswunschzettel bei Amazon.de* beispielsweise ist auch ohne fundamentales technisches Know-How schnell erstellt. Und der Link zur fertigen Liste lässt sich dann einfach per eMail an Interessierte verschicken. Ein weiterer Vorteil: Über den Versand bestellte Artikel werden automatisch aus der Wunschliste entfernt, so dass die Gefahr, etwas doppelt zu bekommen, minimiert wird.
Geldgeschenke
Natürlich könnt Ihr auch ganz offen dazu stehen, dass so eine Hochzeit nunmal kein Schnäppchen ist und Ihr Euch über etwas Hilfe bei der Refinanzierung freuen würdet. Wenn Ihr dann allerdings schon im Vorfeld anfangt zu grübeln, wer Euch wohl welche Summe überreichen wird und was Ihr mit dem Geld vielleicht hinsichtlich der Feier noch anstellen könntet – tut Euch selbst einen Gefallen: Stellt keine überzogenen Erwartungen. Natürlich könnt Ihr hinterher positiv überrascht sein. Genauso gut könnt Ihr aber auch enttäuscht über Einzelsummen oder die Gesamtsumme sein. Und das hat nicht zwingend etwas damit zu tun, dass Ihr den Leuten nicht mehr wert seid, sondern im Regelfall eher mit der allgemeinen Haushaltslage. Habt Ihr dann noch Gäste von ausserhalb geladen, die Fahrt- und Übernachtungskosten aufzubringen haben, bleibt verständlicherweise in vielen Geldbörsen nicht mehr viel als Gabe übrig.
Aber – vergesst bitte nicht: Ihr heiratet ja (hoffentlich) nicht um des lieben Geldes willen, sondern aus Liebe! Und ihr möchtet eben diesen schönsten Tag im Leben im Kreise von Menschen verbringen, die Euch wichtig sind. Da zählt es im Ergebnis doch wesentlich mehr, wenn sich Freunde und Familie vom anderen Ende der Republik ins Auto oder die Bahn setzen, um mit Euch dieses Lifetime-Event zu feiern, oder? Zeit, Mühen und Mithilfe sind ein kaum in Geldwerten aufwiegbares Geschenk!
Location
Ein Schloß? Eure Lieblingskneipe? Eure Vereinshalle? Der Stadtpark? Ein historisches Gemäuer? Eine Discothek? Hinsichtlich der Ortsauswahl für die Feierlichkeiten nach Eurer Trauung gibt es so Einiges zu durchdenken. Zunächst einmal stehen natürlich Eure ganz individuellen Wünsche und Ideen im Vordergrund. Auch sollte man nochmal den Querschnitt der Gästeliste hinsichtlich der eigenen Wahl berücksichtigen. Würden sich auch Eure Gäste am Ort Eurer Wahl wohlfühlen? Vielleicht sagt Ihr aber auch, das ist Euch egal – es ist Euer Tag? Wie auch immer: Ihr solltet in allen Belangen kompromissbereit bleiben – aber Eure Prioritäten dabei niemals aus den Augen verlieren!
Dann stellt sich wiedereinmal die leidige Frage nach der Bezahlbarkeit. Diesbezüglich kann es durchaus sinnvoll sein, auch aus dieser Perspektive nochmal über Alternativen hinsichtlich der Location nachzudenken. Vielleicht kennt Ihr bzw. Eure Freunde oder Familie ja auch den Inhaber einer potentiellen Lokalität? Das wäre dann nämlich fast schon der Idealfall, denn: Ihr wisst dann schon recht genau, was Ihr bekommt und senkt die Wahrscheinlichkeit, “über den Tisch gezogen” zu werden. Man kann grade im Geschäft rund um die Eheschließung auch gut den doppelten Preis für die Hälfte an Qualität zahlen, wenn man Pech hat. Denn große Werbeversprechen zu machen und Begehrlichkeiten zu wecken, ist bei Pärchen mit rosa Brille und Vorfreude eben ziemlich leicht…
Auto
Wir selbst wurden von meinem Schwiegervater chauffiert. Freunde von uns mieteten sich einen weißen Stretch-Hummer! Andere wiederum eine Fahrrad-Rikscha. Und was schwebt Euch für die Fahrt von der Kirche zum Ort der Feierlichkeiten vor? Habt ihr einen Fahrer, so könnt ihr nahezu jedes existierende Gefährt gegen entsprechende Bezahlung mieten. Ob Oldtimer oder Sportflitzer, die Auswahl ist unerschöpflich. Viele Taxiunternehmen halten aber auch weiße oder schwarze Oberklasse-Fahrzeuge inkl. Fahrer für solche Anlässe bereit. Ebenso lässt sich bei einem Limousen-Service ein extravagantes Luxus-Mobil chartern. Sky’s the limit… oder vielleicht eher der eigene Dispo-Rahmen
Shuttle
Heiratet und feiert Ihr auswärts? Fernab des städtischen Nahverkehrs? Dann solltet Ihr Euch ggf. Gedanken über einen Shuttle-Service machen, der die Leute wenigstens wieder in die Reichweite von Bus und Bahn bringt – so diese denn in Eurer Stadt auch noch nachts verkehren. Viele Eurer Gäste werden Eure Feier vielleicht erst mitten in der Nacht verlassen. Und seien wir mal ehrlich: Ein Großteil von Ihnen wird möbeglicherweise nicht mehr uneingeschränkt fahrtüchtig sein. Grade private Transportunternehmen bieten oftmals einen Zubringer-Service zum Pauschalpreis pro Stunde an. Aber auch bei der lokalen Taxizentrale kann man durchaus mal nach einem entsprechenden Angebot nachfragen.
Catering
Womit wir auch schon beim Nachbar-Thema wären. Habt Ihr vielleicht selbst in letzter Zeit irgendeine größere Veranstaltung besucht und wart von der Verpflegung begeistert? Habt ihr Kontakte in die Gastronomie? Können Freunde Empfehlungen aussprechen? Verfügt die gewählte Räumlichkeit für Eure Feier über eine eigene Bewirtschaftung? Wollt Ihr selbst, bzw. unter Mithilfe Eurer Gäste die kulinarische Versorgung stemmen? Eine Geschmacks- und sicher auch Kostenfrage, die nicht vorschnell getroffen werden möchte. Ganz wichtig: Kauft bitte nicht die Katze im Sack! Und vergesst nicht, auch für die Kinder und Vegetarier etwas attraktives bereit zu halten. Eine umfassende Beratung und Verkostung sollte im Vorfeld problemlos möglich sein. Grade in diesem Bereich finden sich gravierende Unterschiede hinsichtlich Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis. Da wittert so manche drittklassige Küche ein Bombengeschäft mit Euch!
Hochzeitstorte
Gleiches gilt auch für Eure Hochzeitstorte, so Ihr denn eine haben wollt. Haltet die Augen offen und vergleicht. Grade die Bäckerei-Ketten mit Filliale an jeder dritten Ecke buhlen mit eindrucksvollen Hochglanzprospekten und vielleicht sogar Repliken der Torten aus ihrem Protfolio um die Käufergunst. Oftmals ist es aber grade der alteingesessene Traditionsbetrieb in der Nachbarschaft, der noch viel imposantere und geschmacklich vollendetere Kreationen zu durchaus günstigeren Tarifen anbietet. Es gilt also auch hier: Erst kosten, dann kaufen. Mangelnde Bereitschaft zu Verkostungen solltet Ihr als klares KO-Kriterium nehmen.
Im Übrigen muss es nicht immer die hochkalorische, süße Creme-Torte mit dickem Marzipanmantel sein. Auch die sommerlich frische Joghurt-Sahne-Früchte-Variante schmeckt, belastet Eure Gäste dabei jedoch weit weniger. Und sogar Eis-Torten kann man heutzutage bestellen!
Im Raum Leipzig können wir beispielsweise die seit mehr als 100 Jahren bestehende Bäckerei und Konditorei Goebicke wärmstens empfehlen. Vorbildlicher Service und günstiger Preis bei hoher Qualität, die wirklich schmeckt!
Frühstück?
Kaffe, Kuchen und Abendessen. Habt Ihr mal drüber nachgedacht, am Folgemorgen nochmal mit dem noch vor Ort verbliebenen Teil der Hochzeitsgesellschaft zu frühstücken und ganz zwanglos den Abend nochmal Revue passieren zu lassen? Wir haben es getan, nachdem Freunde es vormachten – und wir haben es nicht bereut! Für überschaubare Kosten kann man so seiner Hochzeit einen ganz individuellen Abschluss gönnen und hat nochmal ein wenig mehr Zeit für den einzelnen Besucher, als am straff organisierten Vortag.
Musik: DJ oder Band?
Keine Feier ohne Musik! Idealerweise auch noch solche, die zur jeweiligen Situation passt und Euren Gästen gefällt. Um dies zu ermöglichen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Vielleicht kennt Ihr ja sogar jemanden, der als DJ sein Geld verdient und über das entsprechende Equipment (will heißen: PA-Anlage und bei Bedarf Lichteffekte) verfügt. Oder Ihr wart auf einer Party, auf der jemand ordentlich für Stimmung gesorgt hat: Ob nun ein DJ oder eine Band. Vielleicht habt Ihr auch entsprechende Talente im Freundeskreis. Wenn nicht, könnt Ihr natürlich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen:
Zahlreiche Online-Agenturen vermitteln gegen entsprechende Bezahlung Alleinunterhalter für jeden Anspruch. Ob mit oder ohne Moderation, ganz nach individuellen musikalischen Vorlieben, für ein paar Stunden oder Open End. Ein weiterer Vorteil: Die entsprechenden Gerätschaften zur Beschallung Eurer Feier sind meist im Preis inbegriffen oder günstig dazu buchbar. Auch hier gilt aber wieder: Trefft Euch idealerweise vorher mit dem entsprechenden Dienstleister um vorab Eure Wünsche klar zu machen und die gegenseitige Sympathie auszuloten! Und sagt dem Menschen, was er auf jeden und auf keinen Fall spielen darf und ob er die Leute animieren soll, oder nicht, damit es später nicht zu Unmut kommt. Ihr seid der Kunde – ihr seid König!
Für all diejenigen, die über eine eigene, wirklich große Musiksammlung unterschiedlichster Epochen und Stilrichtungen (also eben für jeden Geschmack etwas) verfügen und auf menschliches Zutun verzichten, aber nicht nur den lokalen Radiosender im Hintergrund laufen lassen möchten , besteht auch noch die Möglichkeit mittels eines mitgebrachten PCs eine virtuelle Jukebox einzurichten, an der sich die Gäste Titel wünschen können, die in eben jener Reihenfolge abgespielt werden, wie gewünscht. Und sollte grade mal keiner einen Wunsch eingeben, wird aus einer zuvor von Euch festgelegten Auswahl ein zufälliger Titel abgespielt. Eine feine Lösung auch für sonstige Feierlichkeiten, die Geburtstags- oder Silvester-Party mit Gästen. Und das Beste: Eine empfehlenswerte, komplette Software-Lösung ist kostenlos unter dem Namen DSD Jukebox für Windows-PCs zu haben.
Tanz
Habt Ihr vor, einen klassischen Hochzeitswalzer zu tanzen? Dann kümmert Euch wenigstens um einen 2-stündigen Crash-Kurs in einer Tanzschule um die Ecke. Oder lasst es Euch von Oma und Opa richtig zeigen. Die können das in der Regel alle, solange sie noch einigermaßen gut zu Fuß sind.
Möchtet Ihr vielleicht eine eigene Tanzdarbietung in Euer Abendprogramm aufnehmen? Ihr habt doch schonmal eines der Wedding Dance-Videos gesehen, oder nicht? Wenn nicht, unbedingt hier entlang! So etwas kann man natürlich ganz individuell mit eigenen Songs, die einem selbst etwas bedeuten, neu choreografieren. Wir haben das getan, einige komödiantische Elemente eingebaut – und jede Menge Applaus geernet! Idealerweise übt man natürlich schon längerfristig für so einen Auftritt. Uns blieben aufgrund äußerer Rahmenbedingungen jeweils ca. 2 Stunden an den 3 Tagen vor der Hochzeit – am Ende hat aber auch das gereicht. Es geht hier schließlich nicht unbedingt um Perfektion, sondern vielmehr darum, seinen persönlichen Anteil an der Unterhaltung der eigenen Gäste zu leisten und etwas zurückzugeben. Und außerdem macht es einfach saumäßig Spaß, wenn man sich erstmal überwunden hat… kleiner Seitenhieb an die Herren der Schöpfung. Ich wollte zuerst auch nicht. Gehöre nämlich auch eher zu der Tanzbär-Fraktion, wie der Mann im oben verlinkten Video
Klar, die Leute werden lachen. Aber keine Sorge: Sie lachen nicht über, sondern mit Euch und werden Eure Hochzeit sicher nie mehr vergessen!
Kinderbetreuung
Habt Ihr Gäste mit Nachwuchs geladen? Oder gar schon eigene Kinder vor der Ehe gezeugt? Schämt Euch (wie wir
)! In jedem Falle solltet Ihr auch an Angebote für die Jüngsten denken. Der Party-Teil mit Tanz am Abend mag die Generation Ü3 zu begeistern – der zeremonielle Teil und die für Kinder gefühlt ewig währende Kaffeezeit oder das Abendbrot vermögen die Kleinen meist nur kurzfristig zu vereinnahmen. Es sollte also irgendeine Form der Freizeitgestaltung angeboten werden. Abgesehen von einer Ecke mit Mal- und Bastelutensilien könnten dies besipielweise auch Malkreide, Ballspiele, Luftballons, Seifenblasen, bei hohen Aussentemperaturen ein aufblasbares Planschbecken oder sonstiges Spielgerät sein. Wer etwas spektakuläreres anbieten möchte, der kann beispielweise ein Hüpfburg mieten. Aber auch ein tragbares CD-Abspielgerät mit einer altersgerechten Musik- und Tanzauswahl (unser Erfolgsgeheimnis: “Komm Lass Uns Tanzen – Das Beste aus der Kinderdisco” von Volker Rosin*) begeistert gemäß unserer Erfahrung schnell und vor allem dauerhaft.
Und vielleicht finden sich ja auch noch 2-3 Leute in Eurer Gesellschaft, die bereitwillig jeweils 1-2 Stunden die Kinder betreuen, bespielen und bespaßen möchten. Sonst sind womöglich am Ende alle Eltern mit der Aufsicht ihres jeweiligen Kindes beschäftigt – und ihr steht alleine da.
Gastgeschenke oder “Give-Aways”
Aus Tradition und Dankbarkeit für das persönliche Erscheinen erhalten die Gäste oftmals kleine Geschenke vom Brautpaar. Hierbei kann es sich z.B. um kandierte Mandeln, Fruchtgummi, ggf. auch kleine Fläschchen alkoholischen Inhalts, mit den jeweiligen Namen der Gäste verzierte Kerzen (ersparen einem auch die Platzkarten) oder auch individuell bedruckte Süßwaren handeln.
Abendplanung und Programmpunkte
Eure Planungsbeauftragten sollten einen genauen Plan über den Ablauf der Feierlichkeiten ausarbeiten. Dazu müssen Sie natürlich in engem Kontakt zu Euren Gästen stehen, weshalb es wichtig ist, ihre Kontaktdaten allen verfügbar zu machen (siehe auch Abschnitt Einladungen). Trauung, Foto-Shooting, Transfer zum Ort der Feier, Begrüßung der Gäste, Kaffee-und-Kuchen-Zeit, Spiele, Ansprachen, musikalische Darbietungen, Abendessen, Party-Teil – all das und mehr will koordiniert werden. Und zwischendrin soll das frisch vermählte Paar ja auch noch den ein oder anderen Moment Zeit haben, sich mit seinen Gästen zu unterhalten. Je nach Gästezahl kommt man da dann u.U. trotz effizientem Time-Management nur auf 10 Minuten pro Gast, was aber nicht weiter schlimm ist, da sich ja meist doch einige Gäste untereinander kennen, so dass keinem so schnell langweilig wird.
Feuerwerk
Ein zugegeberner Maßen erneut ziemlich teures Vergnügen. Für viele aber nach wie vor unabdingbar. Im Alleingang aber ein ziemlich aufwendiges und ggf. illegales Unterfangen. Professionelle, zugelassene Feuerwerker, die sich auch um die Anmeldung beim Ordnungsamt oder die begleitende musikalisches Untermalung kümmern, finden sich am schnellsten wohl im Internet.
Unterkünfte
Wenn Ihr nicht nur Gäste aus Eurer Stadt bzw. der mittels Nahverkehr erreichbaren Umgebung habt, sondern auch solche von Ausserhalb, benötigen diese hchstwahrscheinlich ein Bett für die Nacht nach Eurer Feier. Sollten sich keine Möglichkeiten für eine private Unterbringung finden, könnt ihr den nicht ortskundigen ggf. eine Empfehlung für die Übernachtung anbieten. Hierzu solltet Ihr einfach vorab in nahegelegenen Hotels oder Pensionen nach freien Ressourcen und Tarifen fragen, um Euren Gästen die Arbeit zu ersparen. Außerdem lassen sich im Zuge dessen vielleicht Rabatte heraushandeln. Je mehr Zimmer bzw. Betten Eure Gäste belegen würden, desto besser Eure Verhandlungsposition.
Einladungen und Dankeskarten
Hier lautet die Frage zunächst: Selber basteln oder drucken lassen? Die Karten in Eigenarbeit zu erstellen setzt natürlich ein wenig Talent und jede Menge zeitlicher Ressourcen voraus. Ensprechende Materialien finden sich in Bastelläden sowohl in der Innenstadt als aus im (Online-)Versandhandel.
Alternativ kann man natürlich auch einen eigenen Entwurf am heimischen Rechner erstellen und diesen von einer Druckerei entsprechend aufbereiten lassen. Natürlich kosten beide Wege Geld. Eine selbst gestaltete Karte (Materialbedarf) mit Foto (Entwicklungskosten) und Deko-Elementen kostet schnell ein vielfaches des Druckerzeugnisses – ist aber letztlich doch individueller. Ein Kompromiss könnte eine Kombination aus Beidem sein: Die Einladungen drucken lassen spart im unvermeidbaren Vorbereitungs-Stress Zeit. Die Dankeskarten kann man dann in aller Ruhe mit Fotos von der Hochzeit selbst gestalten.
Unabhängig von Eurer ganz persönlichen Entscheidung solltet Ihr nicht vergessen, dass für den Versand der Karten erneut Kosten anfallen – erst recht, wenn Ihr auf die Idee kommen solltet, farbige Umschläge zu verwenden – da kostet das Porto nämlich seit kurzem fast das Doppelte.
Doch was gehört nun eigentlich alles in den Text der Einladung? Zunächsteinmal natürlich die Anrede, sowie vielleicht ein gefälliger Reim zum gegebenen Anlass. Es heisst also, entweder selbst kreativ zu werden, oder mal eben gängige Suchmaschinen hinsichtlich gefälliger Texte zu bemühen. Nicht fehlen dürfen natürlich der Ort, sowie die Zeit Eurer Trauung. Idealerweise liegen auch Informationen zum Anfahrtsweg, zu Unterkünften für die auswärtigen Gäste , zum Ort der Feierlichkeiten, zu Shuttle, zu den Kontaktpersonen für die Abendplanung, zu Euren Wunschgeschenken, zur Adresse Eurer Hochzeitsseite, dem gewünschten Dresscode usw…
Ihr merkt, das sind ziemlich viele Informationen, die es unterzubringen gilt. Wir haben uns beholfen, in dem wir einen Großteil der o.g. Eckdaten, die Anfahrtsskizze u.ä. schlicht auf einem Extra-DinA4-Blatt untergebracht haben (ist ja heutzutage am PC schnell gemacht sowie zigfach ausgedruckt) und dieses der eigentlichen Einladung beigelegt haben. Hier muß aber sicherlich für jedes Paar und seine Plaunung eine individuelle Lösung her.
Fotos und Videos
Und wieder heißt es nachdenken: Kennt Ihr vielleicht einen semiprofessionellen Hobby-Fotografen oder Filmer? Gibt es Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis? Abhängig von Euren Vorstellungen wird es vielleicht nicht ausreichen, das einzelne Gäste mit herkömmlichen Video- und Digitalkameras ausgerüstet sind. Denn da ist schon ein Unterschied zwischen dem Teleobjektiv der Spiegelreflexkamera eines Profis und Papas handlicher Knipse aus dem Angebot im Elektronikfachmarkt um die Ecke. Mal ganz abgesehen vom Gespür für den richtigen Moment und die Motivwahl.
Und auch, wenn es einen am Ende nicht zwingend vor einer Enttäuschung bewahrt, gilt auch hier wieder. Vergleicht Angebote und lernt die Anbieter wenigstens oberflächlich kennen. Wir haben unseren Fotografen beispielsweise auf einer Hochzeitsmesse kennengelernt. Solche Veranstaltungen haben den Vorteil, dass man sich innerhalb kürzester Zeit einen Überblick über das regionale Angebot machen und das Leisungsspektrum vergleichen kann. Die am Stand des Anbieters unserer Wahl ausgestellten Motive stachen tatsächlich aus der Menge heraus. Sie transportierten Gefühle und erweckten den Eindruck, wirklich unglaublich nahe am Geschehen teilgenommen zu haben. Allerdings verlangte der Mann auch fast das Doppelte der Konkurrenz – das allerdings über eine längere Zeit.
Womit wir dann auch schon bei den wichtigen Eckdaten wären. Solltet Ihr Euch entscheiden, einen professionellen Foto-Künstler zu engagieren, klärt im Vorfeld unbedingt folgende Punkte ab: Über welchen Zeitraum begleitet man Euch am Hochzeitstag. Die meisten Anbieter bieten ein 4- oder 5-Stunden-Pauschalpaket und kassieren für jede weitere Stunde extra. Und 4-5 Stunden sind nicht viel, wenn Ihr mittags heiratet, dann ist der Mann/die Frau bei den abendlichen Feierlichkeiten schon nicht mehr anwesend.
Erhaltet Ihr die vollen Rechte an den Bildern? Bekommt Ihr eine CD/DVD mit den entsprechenden, retouschierten Motiven bzw. Rohdaten? Falls ja: Glückwunsch! Ihr seid zumindest an keinen knallharten Abzocker geraten und könnt nach der Hochzeit für 5 Cent pro Stück Abzüge beim Online-Fotoservice Eurer Wahl die Lieblingsmotive nachordern. Erhaltet Ihr die Bilder nicht auf einem Datenträger und sollt einzelne Abzüge über den Fotografen selbst bestellen, müsst Ihr u.U. schonmal anfangen zu sparen, denn nicht selten werden später mehrere Euro pro Bildabzug in Standartgröße verlangt. Da blättert man schnell einige Scheine auf den Tisch, nur um im Nachgang den engsten Familienkreis mit einer ausgewählten Bilderanzahl zu versorgen und zahlt im Enteffekt vielleicht genauso viel, wie für einen Dienstleister, dessen Angebot man auffgrund des höheren Grundpreises ausgeschlagen hat…
Fotobuch
Im Zuge der Buchung eines Fotografen wird man Euch sicherlich auch die Erstellung eines Fotobuches als Erinnerung anbieten. Solltet Ihr das entsprechende Kleingeld parat haben, könnt Ihr Euch das natürlich auch gönnen. Ihr könnt soetwas heutzutage aber auch, ein wenig Affinität zu solchen Dingen vorausgesetzt, mit relativ wenig Aufwand und preiswerter selbst gestalten und habt dabei noch den Vorteil, auch private Aufnahmen aus dem Freundeskreis bzw. der Familie mit einbinden zu können.
Einen von uns erstellten Video-Workshop zur Erstellung eines Fotobuches findet Ihr hier: ExtraFilm.de-Fotobuch online gestalten
Anzug / Kleid
Viele Männer werden diesen Abschnitt vermutlich überspringen – für die Damen ist er vermutlich einer der wichtigsten und das Herz fängt schon beim Gedanken an das eigene Hochzeitskleid an, höher zu schlagen.
Bei der Auswahl sollten sich sowohl die Damen als auch die Herren von mindestens einer Person begleiten lassen. Und wenigstens einer der Begleiter sollte ein Mindestmaß an Gespür für zeitgemäße Mode und Ästhetik mitbringen und zumindest ansatzweise knallhart ehrlich sein. Fakt: Ihr selbst werdet unsicher bei Eurer Entscheidung für oder gegen ein Kleid/einen Anzug sein. Und wenn es nur die Auswahl zwischen zwei am Ende übrig gebliebenen Favoriten ist. Denn eine Entscheidung im Wert von mehreren hundert Euro treffen die wenigstens aus dem Bauch heraus.
Nehmt Euch einen Nachmittag und Abend Zeit mehrere Brautmoden-Geschäfte zu besuchen. Idealerweise vereinbart Ihr mit den Läden vorher Beratungstermine. Dann schnappt Euch Eure(n) beste(n) Freund(in), die/den Trauzeugen/in, Mama/Papa, Oma/Opa und/oder Geschwister und genießt dieses Event. Probiert verschiedene Kleider an, lasst Euch beraten, lacht über eher lustig anmutende Mode-Kreationen und achtet darauf, wie sich Euer Aussehen und Wohlbefinden in den einzelnen Kleidern/Anzügen verändert. Im richtigen Outfit strahlt plötzlich jeder und blickt aufgeregt und aufrecht in den Spiegel.
Und dann? Dann geht Ihr erstmal mit den Mädels was essen oder trinken und lebt dieses Gefühl noch ein wenig weiter. Nein – eine Kaufentscheidung fällt ihr frühstens am nächsten Tag. Entscheidungen von solchem Umfang sollte man ruhig überschlafen. Ihr bekommt das gute Stück sowieso nicht gleich in einer Plastiktüte in die Hand gedrückt. Wenn Ihr Euch entschieden habt, geht der Spaß erst richtig los. Alles will relativ kurzfristig vor Eurem Heirats-Termin nochmals aktuell vermessen, entsprechend Eurer Maße geändert und vor Übergabe kontrolliert sein, damit am Tag der Tage alles perfekt sitzt. Die Devise lautet also: Trefft keine voreiligen Entscheidungen. Beschäftigt Euch aber mit dieser Frage auch nicht auf den letzten Drücker.
Achja: Liebe Männer – nehmt Euch selbst die Überraschung nicht, in dem Ihr vorab einen Blick auf das Kleid Eurer Verlobten werft. Der Moment des ersten Anblicks ist schlicht unbezahlbar!
Dresscode
Abhängig vom Stil Eurer Hochzeit solltet Ihr den Gästen im Zuge der Einladung idealerweise auch einen Schubs in die richtige Richtung bzgl. der Kleiderwahl geben. Macht man keine Angaben, ist davon auszugehen, dass die Gäste in Abendgarderobe erscheinen. Darauf sollte man sich aber nicht unbedingt verlassen. Und vielleicht will man das ja auch garnicht. Wir präferierten beispielweise einen etwas ungezwungeneren Rahmen und offerierten unserer Gesellschaft, sich bequem, aber nicht unbedingt in Jogginghose zu kleiden. So darf es dann auch mal die Jeans zum Kurzarmhemd oder das Sommerkleid sein. Schließlich sollen sich die Gäste ja auch wohl fühlen – was erfahrungsgemäß bei 30 Grad Aussentemperatur im Anzug mit Krawatte nicht ganz einfach ist
Kosmetik / Friseur
Die Männer haben hier wieder eindeutige Vorteile: Einfach eine Woche vorm Termin ab zum Stammfriseur und für 10-15€ den üblichen Schnitt abholen. Am morgen der Hochzeit nochmal rasieren, die Haarpracht etwas formen, in den Anzug springen et voila – Herr Bräutigam.
Den Damen der Schöpfung stehen da je nach persönlichem Anspruch ganz andere Herausforderungen bevor: Maniküre, nach Wunsch auch Pediküre, Haare färben, schneiden und bei Bedarf kunstvoll hochstecken sowie mit Schmuck versehen lassen, das perfekte MakeUp auftragen (lassen) und nicht zuletzt in das Hochzeitskleid schlüpfen. Ganz alleine sicherlich keine einfache und vor allem eine zeitraubende Herausforderung.
Üblicherweise wird Euch der Weg sicherlich erstmal zu Euren angestammten Dienstleistern führen. Ein Blick über den Tellerrand, sprich, das Anfragen bei der Konkurrenz kann aber auch hier nicht schaden – es sei denn, Ihr seid absolut zufrieden und könnt Euch kaum vorstellen, jemand anderen Hand an Euer Äußeres legen zu lassen. Wichtig ist natürlich, dass bspw. der/die Friseur/in am Morgen der Trauung auch zur Verfügung steht, um seinem künstlerischen Schaffen nachzugehen – ggf. sogar in der eigenen Wohnung, denn die meisten Hochzeiten finden ja am Wochenende statt.
Blumen
Fast jeder Florist bietet auch an, die florale Gestaltung einer kirchlichen Hochzeit, der entsprechenden Feier oder eben auch des Brautstrausses zu übernehmen. Vielfach steht sogar eine Mappe mit Bildern bislang für vergleichbare Anlässe hergestellter Kreationen zur Ansicht bereit. Und wieder heißt es: Vergleichen. Sowohl Off- als auch Online.
Denn auch hier lässt sich durchaus das ein oder andere Schnäppchen machen. Nicht gleich den erstbesten Blumenladen beauftragen (Kosten für Anlieferung und Dekoration vor Ort erfragen) – zunächsteinmal gilt es wieder, Impressionen zu sammeln, sich seiner Wünsche bewußt zu werden, Angebote hierfür zu vergleichen und erst dann “zuzuschlagen”.
Was man alles brauchen könnte? Brautstrauß, Ansteckblume für den Herren, Blumen für Altar und Kirchenbänke, Tischdekoration, Blumen-Schmuck für das Auto der Eheleute sowie b.B. die der Gäste… möglich ist vieles. Was Ihr braucht und möchtet, müsst Ihr aber bitte selbst entscheiden
Ringe
Gold? Silber? Platin? Titan? Mit Stein oder ohne? Echt oder Zirkonia? Mit individueller Gravur? Am Besten erstmal jeder für sich oder gemeinsam online oder beim Juwelier stöbern. Ihr werdet sicher ziemlich schnell auf einen gemeinsamen Favoriten kommen. Auch hier lohnt sich dann wiederum der Vergleich zwischen verschienden Anbietern. Von klassischem Geschmeide in schlicht bis pompös über allerlei ausgefallene Designs – die Auswahl ist schier unerschöpflich.Wir hatten seinerzeit z.B. das Glück, einen Schmuckmacher aus dem Raum Dresden kennenzulernen, der uns in seiner eigenen kleinen Werkstatt unsere Ringe ganz individuell mit einer haltbaren Lasergravur (einem selbstgewählten Zitat) in der Handschrift des Partners veredelte.
Ein kleiner Tip aus eigener Erfahrung: Geht am Besten zweimal zur Anprobe, wenn Ihr Euch für ein Modell entschieden habt, bevor Ihr bestellt. Ich war an einem extrem warmen Tag nach einer kurzen Nacht zur Anprobe und musste mir dann wenige Tage nach der Hochzeit bei kühleren Temperaturen eingestehen, dass der Ring wohl doch eine Nummer zu groß geraten war und drohte, verloren zu gehen. Und das sollte nach Möglichkeit nicht geschehen, nicht wahr?
Hochzeitsreise
Der Lohn für all die Mühen: Palmen, weißer Sandstrand und Korallenriffe? Oder lieber per Gondel zum romatischen Candle-Light-Dinner ? Südsee, Venedig, deutsche Ferieninsel – sicherlich habt Ihr da schon Euer Traumziel im Kopf, oder? Ein Besuch im örtlichen Reisebüro lädt zum Träumen ein. Bevor Ihr aber Eure Traumreise bucht – egal ob Hochzeits- oder Urlaubsreise, solltet Ihr zunächsteinmal in einem Online-Meinungsportal für Urlaub und Reisen nachlesen, was Reisende, die schon vor Ort waren, zum jeweiligen Domizil zu sagen haben. Das bewahrt einen zum Einen vor einer bösen Überraschung am Urlaubsort, zum anderen lassen sich die gewählten Reisen bzw. Unterkünfte hier zumeist um Einiges billiger buchen.
Fazit
Ihr seht, es gibt viel zu tun – und das, obwohl dieser kleinen Online-Ratgeber sicherlich nicht annähernd vollständig ist. Ihr solltet also nach Möglichkeit nicht bis zum letzten Drücker mit den Vorbereitungen warten. Fangt früh an und nehmt Euch Zeit für jeden einzelnen Schritt. Denn der Streß einige Tage vor der Trauung kommt so oder so. Es liegt nun an Euch, ihn möglichst gering zu halten
Wir freuen uns über Feedback zu unserem kleinen Hochzeits-Ratgeber, über Eure Erfahrungen, Tips und Geschichten als Kommentar direkt im Anschluss an diesen Text. Und wir hoffen, denjenigen die Ihr ganz persönliches Ereignis noch vor sich haben, ein paar wertvolle Anregungen und einen kleinen Routenplaner durch den Dschungel der Hochzeitsplanung gegeben zu haben. Über Eure Gedanken, Fragen und später auch Eure Geschichte in den Kommentaren würden wir uns natürlich ebenso sehr freuen! Außerdem könnt Ihr diesen Beitrag bei Gefallen unten über die üblichen sozialen Netzwerke weiterempfehlen. Natürlich dürft Ihr aber auch Kritik anbringen. Wir sind stets daran interessiert, obigen Text zu verbessern.
In diesem Sinne: Wir bedanken uns für Eure Geduld beim Lesen und wünschen Euch von ganzem Herzen den sprichwörtlich schönsten Tag im Leben – eine Traumhochzeit ganz nach Euren Wünschen! Und spätestens nach jeder Hochzeit, zu der wir eingeladen sind, wird der Artikel aktualisiert und erweitert. Wir freuen uns über Einladungen!

Watt ´n Stress!
Ich möchte mich mal beim Thema Hochzeitsfotografie einklinken. Hochzeitsmessen sind sicherlich ein guter Aufhänger, aber auch sonst ist es nicht schwer erstmal eine Auswahl zu finden, denn fast jeder Fotograf hat heute eine Webseite mit seinen Leistungen parat. Schon hier scheiden sich die Geister. Wer selbst nur eine billige und zusammengeschusterte Homepage parat hat, dem traut man in der Regel auch keine anderen guten Leistungen zu. Vielfach verstehen die Fotografen dies selbst aber nicht.
Persönlich kann ich nur ein Engagement Shooting vor der Hochzeit empfehlen. Dieses “Kennelernen Shooting”, was ich auch gern mit empfehle ist vielfach im Hochzeitspaketen enthalten oder für wenig Geld zubuchbar. Es lohnt sich, weil hier das Vertrauen zwischen und Fotograf hergestellt wird. Zudem sind die Fotos oftmals sehr lebendig und lassen sich wunderbar als Einladungs- oder Danksagungskarten verwenden.
Ein Wort zu den angesprochenen Fotorechten. Fotorechte verbleiben zwar in der Regel beim Fotografen, sind eben auch Urheberrechte, aber es sollte schon möglich sein auf Wunsch und für wenig Geld die daten auf CD, DVD mit ausgehändigt zu bekommen.
Was Fotobücher angeht, kann ich dem Artikel nicht zustimmen. Die Hochzeit ist ein ganz besonderes erlebnis und ich glaube da werden heimische Fotobücher mit Fertigsoftware und entwickelt und gedruckt aus dem Fertiglabor dem einfach nicht gerecht. Bei uns zum Beispiel haben wir verschiedene Illustratoren, die solche Bücher ganz individuell gestalten. Ich finde ein Hochzeitsbuch /-album sollte ein Unikat und etwas ganz besonderes sein.
Abschließend noch etwas grundsätzliches: Sicherlich stehen Fotos bei einer Hochzeit nicht an erster Stelle, doch oftmals, wie auch in diesem Artikel, kommen sie fast zum Schluss. Wer hier am falschen Ende spart oder hopplahopp eine Woche vorher sich bemüht, der darf sich am Ende nicht wundern enn die Ergebnisse nichts taugen.
@tonari: Ich sag’s Dir
@Uwe: Vielen lieben Dank für Deinen ausführlichen Kommentar! Dich würd ich beispielsweise bedenkenlos buchen! Frag mich grad, warum wir damals garnicht auf die Idee gekommen sind…
Wie auch immer. Mit dem Fotobuch könntest Du Recht haben. Versiertere Endanwender wie Du und ich kommen da sicherlich zu besseren Ergebnissen, als eine automatische Routine oder jemand, der keine Ahnung von dem hat, was er tut. De facto finde ich es aber eine Frechheit vieler Fotografen, die Rohdaten erst für 200€ zusätzlich, ansonsten je Abzug 5€ und für die Erstellung eines Fotobuches nochmal 150€ zu verlangen. Ich traf dutzende Fotografen, die das so praktizzieren und sich eine goldene Nase verdienen. Das sind aber einfach Kosten, die der Durschnittsbürger im Zuge einer kostenintensiven Hochzeit (und das wird sie, selbst, wenn man sich einschränkt) oftmals nicht aufzubringen vermag. Deshalb der Hinweis auf den alternativen Do-it-Yourself-Weg.
Leider schützt aber eben auch ein gutes Portfolio nicht vor Enttäuschungen. Unser Fotograf bspw. fotografierte vornehmlich in höheren Gesellschaftsschichten. Und so hat er sich dann auch benommen, wie wir im Nachinein erfuhren. Ergebnis: Tolle Fotos für viel Geld – soweit ok. Aber Gäste anpöbeln und herablassend behandeln geht garnicht… Deshalb hier auch keine Empfehlung für diesen Menschen.
Den Erfahrungen muss ich leider zustimmen. Viele Fotografen vergessen heutzutage, dass sie reinweg ein Dienstleister sind und als solcher auch auftreten sollten.
Das Portfolio allein sagt meist nicht sehr viel aus und eben deshalb ist solch ein Engagement-Shooting schon eine praktische und sinnvolle Sache.
Ach..da schwelgt man in Erinnerungen..vor allem beim Foto zum Sitzchaos
Kommt mir ja bekannt vor…
Ganz liebe Grüße von uns Dreien an euch Drei!!!
@Britta: Huch… warst Du etwa auch auf der Hochzeit?