Politminimalismus
Ich hab ja quasi keine kaum Ahnung von Politik, aber eine zwei Fragen stellen sich selbst mir als Laien:
1. Lässt sich der deutsche Wähler tatsächlich von Wahlslogans beeinflussen, die sich mit Themen beschäftigen, welche die entsprechende Partei ganz offensichtlich nur während des Wahlkampfes interessieren?
2. Wieso finde ich unter all den Wahlplakaten der großen (nichtextremistischen!) Parteien keinen Hinweis auf die wirklichen Probleme dieses Landes? Ignoranz, Kalkül oder Dummheit auf breiter Front? Oder baut man am Ende darauf, dass schlaue Menschen schon keinen braunen Versprechungen glauben werden?
Trotzdem: Geht wählen, ihr da draußen! Wer nicht wählt, darf sich hinterher auch nicht beschweren. Auch wenn Ihr keine Ahnung habt: Es wird sicherlich wenigstens ein oder zwei Themen geben, die Euch persönlich am Herzen liegen, anhand derer ihr Euch positionieren könnt. Und, wie eine meiner Leserinnen unlängst so schön sinngemäß kommentierte: Jede abgegebene Stimme – und sei sie auch für eine noch so aussichtslose Partei – ist eine Stimme gegen Rechts. Amen!


Sage ich auch immer: nicht wählen gehen, ist die dümmste aller Lösungen.
Entweder man wählt die Partei, die einem am Herzen liegt, die den geringsten Schaden anrichten wird oder man zeigt schlichtweg, daß man wählen war, indem der Wahlschein ungültig gemacht wird.
Aber zur Wahl gehen muss man IMHO!
Ich verstehe immer nicht, warum alle so darauf pochen, dass auch ja jeder wählen geht. Die, die eine Meinung und auch nur ein bisschen politische Bildung haben, gehen mit Sicherheit wählen. Und jede Stimme von einer Person, die nur Wählen geht, weil man ja wählen muss – also von einem Menschen, der vielleicht gar nicht weiß welche Partei wofür steht (zumindest erstmal theoretisch) – KANN eine Stimme in die falsche Richtung sein und spült nur unnötig Steuergelder in die falschen Mäuler. Jede Stimme kostet uns bares Geld!!! Deshalb sollte meiner Meinung nach nur wählen gehen, wer auch weiß, was er will/nicht will und nicht weil er muss.
@Harty: Nunja – ich denke, das Extremisten immer wählen gehen werden… da gibt es keine Kreuzfaulheit. Demzufolge machten die Kreuze bei der Familienpartei o.ä. durchaus Sinn, um a) ein prozentuales Gegengewicht zu erzeugen, und b) nichtzuletzt, wenn man sich überlegt, dass man ja wenigstens versuchen sollte, EINEN seiner Interessenvertreter im Bundestag zu platzieren. Im Falle der Piratenpartei halte ich persönlich das z.B. für absolut notwendig, da die etabliertern Parteien ganz offensichtlich keinen Schimmer von der Welt der neuen Medien haben, wohl aber fröhlich Gesetze dafür entwerfen.
Ich nehme mal nicht an, dass Du von jedem Wähler umfassende politische Kompetenz erwartest… aber wenn man, wie Du schon sagst, wenigstens weiß, dass man eins will oder auch nicht will, wieso sollte man seine Stimme da verschenken? Müssen tut keiner… aber wer nicht wenigstens ein Ziel für Deutschland vor Augen hat, der hat es – oder sich selbst – schon aufgegeben, oder?