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Freisprecheinrichtung “Ego Cup FM”

Produkttest:
Freisprecheinrichtung “Ego Cup FM”

Im Dezember vergangenen Jahres hatte ich die Möglichkeit, eine portable Bluetooth-Freisprechanlage zu testen. Mein Fazit fiel eher gemäßigt aus – das Produkt konnte mit einer guten Idee aufwarten, jedoch litt die Umsetzung noch an so einigen Kinderkrankheiten – den alten Testbericht findet der geneigte Leser HIER.
Warum aber koche ich das Thema nun nochmals auf? Ganz einfach: Meine Die Kritiken wurden erhört, der Hersteller Funkwerk Dabendorf legte nach und lies mir dankbarerweise über die  dot-friends erneut ein Testgerät zukommen.

Der erste Eindruck beim Auspacken und kurzen Überfliegen der beiliegenden (im Gegensatz zu der des Vorgängers enorm angewachsenen und mehrsprachigen) Bedienungsanleitung: Da hat anscheinend tatsächlich jemand seine Hausaufgaben gemacht – sogar gründlich!

Das Modell  EGO CUP FM bietet als Plug&Play-Variante einer Freisprechanlage neben der bewährten Bluetooth-Technik auch einen integrierten FM-Transmitter, der es ermöglicht, den Gesprächspartner (abgesehen vom ins Gerät integrierten Lautsprecher) auch über die fahrzeugeigene Stereo-Anlage hörbar zu machen. Das Problem der mangelhaften  Verständlichkeit in älteren, schlechter gedämmten Fahrzeugen oder auf der Autobahn sollte somit gelöst sein, ist doch heutzutage nahezu jeder PKW mit einer mehr oder weniger potenten Variante hiervon ausgerüstet.
Und tatsächlich – nicht nur der integrierte Lautsprecher erscheint im Gegensatz zum Vorläufer subjektiv leistungsfähiger geworden zu sein: Spätestens, wenn die Stimme des Gegenübers aus den (im getesteten Fahrzeug werkseitig  montierten, also nicht überragenden) Fahrzeugslautsprechern ertönt, hat man es mit einer vollwertigen, “erwachsenen” Freisprecheinrichtung zu tun, wie man sie sich vorstellt.

Doch das ist noch nicht alles: Dank des A2DP-Protokolls lassen sich mittels des integrierten Mini-Radiosenders nun auch Musikdateien (MP3 & Co) vom Handy kabellos auf die Fahrzeuglautsprecher übertragen – in Stereo! Und selbst hierbei weiß die EGO CUP FM zu glänzen: Die Übertragungsqualität ließ keinen Grund für Kritik aufkommen. Eine freie Radiofrequenz vorausgesetzt (lässt sich ggf. verstellen), stand sie  dem guten Empfang eines externen Radiosenders in nichts nach. Man darf selbstverständlich keine CD-Qualität erwarten – das gibt der technische Standart der FM-Übertragung aber auch garnicht her. Audiophile Gemüter werden an entsprechenden Sound-Systemen also sicherlich Kritikpunkte finden – der gemeine Durchschnittskonsument hingegen dürfte aber eher positiv überrascht sein.
Ich für meinen Teil jedenfalls nutze das Gerät nun regelmäßig – erspart man sich so doch das ein oder andere Brennen von CDs für unterwegs.  Der Clou: Mittels der Steuerungstasten an der EGO CUP FM lässt sich sogar das Handy direkt ansteuern, sprich Titel überspringen, Lautstärke einstellen, usw.

Äußerst positiv fällt in diesem Zusammenhang auch auf, dass Funkwerk dieser Geräte-Revision einen Akku spendiert hat, so dass man nicht  auf eine dauerhafte Verkabelung mit dem Zigarettenanzünder angewiesen ist. Der Akku präsentiert sich hierbei äußerst ausdauernd: Nach  fünf Stunden Dauerbetrieb inkl. mehrerer Telefongespräche und FM-Übertragung von MP3s ans “Radio” ist gemäß Ladezustandsanzeige grad einmal ein Viertel der Energie verbraucht.
Auch  das Bedienfeld präsentiert sich im Gegensatz zum Vorgänger wesentlich wertiger: Statt klapperiger Taster finden sich berührungsempflichdliche Sensoren unter der in Klavierlack-Optik gehaltenen Oberseite, die darüberhinaus von einem Status-Display geziert wird.

Einmal mit einem Handy gekoppelt übernimmt das Mikrofon der Freisprechanlage. Etwaige Störquellen wie Rauschen oder Rückkopplungen sollen dabei durch einen integrierten DSP  wirksam gefiltert werden, was im Rahmen unserer Tests auch absolut zufriedenstellend funktionierte. Fahr- und Windgeräusche wurden bedarfsgerecht eliminiert, die Verständlichkeit war jederzeit gegeben.
Das Pairing der EGO CUP FM funktionierte sowohl mit dem XDA Orbit als auch mit einem Nokia 5300 absolut problemlos innerhalb von wenigen Sekunden. Insgesamt lassen sich bis zu  acht Mobilfunkgeräte an das System anmelden (davon zwei gleichzeitig).
Neben der Möglichkeit, das Gerät mittels einer spiralförmigen Klemmeinheit in einem Getränkehalter zu fixieren, hat man in dieser Gerätegeneration schließlich auch  an die Eigner von Fahrzeugen ohne einen solchen gedacht und eine alternative Befestigungseinheit beigelegt, welche sich an gängige Halterungen nach Herbert-Richter-Standart ankoppeln lässt. Sollte einem Vergleichbares nicht zur Verfügung stehen, so finden sich im Fachhandel diverse mehr oder weniger günstige Varianten zum Nachrüsten. In meinem Falle genügte die äußerst preiswerte Anschaffung einer Adapterplatte für die Lüftungsgitter.

FAZIT:  Die EGO CUP FM konnte  mich im Gegensatz zum Vorgänger und aller anfänglichen Skepsis zum Trotz tatsächlich  begeistern. Das Gerät überzeugt nun sowohl im Bezug auf die Anfassqualität, wie auch auf der technischen Seite, sodaß man für diese Preisklasse    ruhigen gewissens eine Empfehlung aussprechen darf. Kompliment auch an den Hersteller Funkwerk selbst,  der sich konstruktiver Kritik stellt(e) und entsprechende Änderungen erfolgreich umzusetzen vermochte.

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